41
Armee bei Sprimont am 18. September 1797 und Elerfavtging, am 2. Oetober von Jourdan an der Noer bezwungen,bei Eöln und Düsseldorf am 5. Oetober über den Nicder-Rhein.Die Franzosen besetzten Aachen, Jülich, Eöln, Coblenz, Bonn,Rheinfels w.
Der Rhein schied die französischen und die deutschen Heere.Nach den Waffenthaten der Franzosen im Jahre > 79-i konntebaldige lleberschreitung des Stromes als nahe bevorstehend an-genommen werden; aber die innern Wirren, der Mangel, dieRathlvsigkcit und der böse Wille der Machthaber Frankreichswaren dem im Wege. Luremburg, von dem österreichischenGeneral Bendcr tapfer vertheidigt, fiel im Juni 1795 durchHunger; vor Mainz aber lagerten die Franzosen, ohne zueigentlicher Belagerung zu schreiten. Diese unnatürliche Waffen-ruhe hatte die auffallendste Verwahrlosung deö Heerwesens vonfranzösischer Seite zur Begleitung; zugleich aber entspann sichVerrath. Der französische Feldherr Pichegru war von demPrinzen Condö für die Bourbonen und ihre mögliche Re-stauration gewonnen worden. Oesterreich benutzte die gegebeneZeit, sich stark zu rüsten, zumal da Preußen die Allianz ver-lassen hatte; von der Schweiz bis zum Neckar standen 87,000Mann unter Feldmarschall Wurmser, von hier bis zur Ruhr97,000 Mann unter Feldzeugmeistcr Clerfaht; so legte dennendlich auch der Pariser Wohlfahrtsausschuß Hand an dasWerk, um einen neuen Fcldzug beginnen zu lassen. Fahrzeugezum Rheinübergang wurden schnell beschafft u. s. f. und denGeneralen Pichegru und Jourdan ungesäumter Aufbruch ge-boten. Ihre Armeen waren an Stärke den österreichischen mehr alsgleich; Pichegru's Rhein- und Mosel-Armee zählte 95,000 Mann,Jourdan'S Sambre- und Maas-Armee 97,000 Mann. Dieseletztere Armee begann in der Nacht vom 6. auf den 7. Septemberden Rheinübergang bei Düsseldorf, darauf bei Cöln und Neu-wied; der Erfolg war für sie gut, die Oesterreicher wurdennack der Sieg und bald nach der Lahn und dem Maure zu-rückgedrängt. Pichegru überschritt den Strom bei Mannheim,dessen Brückenkopf schon am Ende des Jahres von den Fran-zosen genommen worden war; am 20. September 1795 zoger in Mannheim ein. Jetzt wurde ihm der Oberbefehl überbeide Heere übertragen; aber er machte nicht Gebrauch davonund sein Benehmen bewies bald, daß es ihm nicht mehrum Siege der Republik zu thun seh. Sein Vorhabenscheint vielmehr absichtliche Herbeiführung von Niederlagender republikanischen Armeen gewesen zu sein. Er rückte