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nommenen Geschütze wieder aufgeben und seinen Rückzug aufSpingo und Agui antreten, nachdem er etwa die Hälfte seinerLeute eingebüßt hatte.
Der Feldzeugmeister Beaulieu sah sich durch die Nieder-lage seines rechten Flügels und durch die Unterbrechung dernächsten Verbindung mit der piemontesischen Armee veranlaßt,seinen linken Flügel von Voltri und über die Bochetta zurück-zuziehen. Er nahm seine Stellung bei Agui. In dieser wollteer die durch die letzten Gefechte zerstreuten Truppen sammelnund die Zurückschaffung der dortigen Magazine decken.
Bonaparte glaubte bei dem neuen, bei Dcgo gegen dieOesterreicher ausgeführten Schlage von Beaulieu nichts zu be-fürchten zu haben und wandte sich daher gegen Colli. Er ließzur Beobachtung der zurückweichenden Oesterreicher die DivisionLaharpe zurück und eilte mit dem übrigen Heere gegen Ceva.Gedrängt am 17. April zog sich Colli von Ceva nach demFlußrande der Cursaglia zurück; hier aber schlug er am
20. April den Angriff der Franzosen ab und die Lage dieser,
welche eben den Blick in die lachenden Thäler Piemonts ge-than hatten, ward bedenklich, da Beaulieu's Ankunft zu er-warten war. Bonaparte hielt Kriegsrath; seine Generale er-kannten die Umstände für kritisch und stimmten für nochmaligenAngriff. Colli erleichterte diesen dadurch, daß er sich nachMondovi zurückzog, um in einer noch festeren Stellung Beaulieu'sAnkunft abzuwarten, aber sich mit dem Marsche verspätete undkämpfen mußte, ehe er die neue Stellung erreicht hatte. Alsosiegte Bonaparte am 22. April bei Mondovi; der TurinerHos aber wurde dadurch in solche Verzagtheit versetzt, daß erAnträge zum Waffenstillstand machte. Dieser wurde am
28. April abgeschlossen; Friede folgte darauf am 15. Mai.Savoyen und Nizza wurden der Republik abgetreten; die
Festungen Coni, Tortona, Ceva, Alessandria w. von den Fran-zosen besetzt; die Miliz Piemonts entlassen und das Heer sogelagert, daß es den Franzosen keine Besorgniß erregen konnte.
Am 28. April erfuhr der Baron Beaulieu die Unterhand-lungen Sardiniens mit Frankreich und bereitete sich daher zumRückzug hinter den Po. Am 29. April nahm er sein Haupt-Quartier in dem Dorfe Marengo; am 1. Mai zu Valenz«.Am 2. Mai ging die kaiserliche Hauptarmee bei Valenza überden Po. Der Umstand, daß Bonaparte sich in dem Waffen-stillstände mit dem Könige von Sardinien den freien Ueber-gang bei Valenza ausdrücklich bedungen hatte, leitete Beaulieuaus die Vermuthung, daß die Franzosen ihren Marsch gerade