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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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59
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er sich bei Cremona mit Sebottendorf und Schubirz. Nochdenselben Vormittag rückte er mit seinem Heere in die Lagerbei Sän Lorenzo de Piccinardi und Marcaria. Sckubir; bliebals Nachhut bei Pozzolo am Oglio. General Liptay verließmit einem Theile der Truppen -in Pizzighettone diesen Platz,trat den Marsch über Casalmaggiore gegen Borgoforte an undtraf den 12. Mai daselbst ein. Eine weitere Abtheilung derTruppen in Pizzighettone verließ, unter Oberst Adorian, am11. Mai Nachts diese Festung und vereinigte sich am 12. Maibei Cremona mit Feldzeugmeister Beaulieu. In Pizzighettoneblieb nur eine kleine Besatzung zur Beschäftigung des Feindeszurück. General Colli setzte am 11. Mai seinen Marsch vonTreviglio an den Oglio fort, langte am 12. um Mittag inGenilvolta an und marschirte Nachmittags am rechten Ufer desOglio hinab gegen Rebecco. Am 13. kam er nach Canetto.An diesem Tage verlegte Beaulieu sein Hauptquartier nachEastelluchio. Sein Heer war daselbst, zu Marcaria undBorgoforte. Am 14. Mai marschirte die k. k. Armee in dasLager bei Rivalta. Eben dort traf der General Colli überGazzaldv ein. Zur Beobachtung der Uebergänge des Oglioblieb Schubirz an diesem Flusse zurück.

Baron Beaulieu sorgte nun dafür, das südliche Bollwerkder österreichischen Monarchie, Mantua, mit einer hinreichendenGarnison und mit Lebensmitteln zu versehen. Dieser Platzmußte in den Stand gebracht werden, sich selbst überlassen, demFeinde mehrere Monate hindurch einen kräftigen Widerstandentgegensehen zu können. Während dieser Zeit hoffte Beaulieuseine Armee durch die aus dem Innern der Monarchie im An-züge begriffenen Verstärkungen so zu vermehren, daß man dieOffensive ergreifen und die Wiedereroberung Italiens versuchenkönne.

Die Stellung bei Rivalta konnte von dem Feinde aufder rechten Flanke, durch das zwar neutrale, aber gegen Ver-letzung seiner Grenzen durch keine Militärmacht gesicherte Ge-biet der Republik Venedig — über Breöcia und Salo, umden Garda-See dann über Riva und Torbole — umgangen,von dort aus konnten sodann Roveredo und Trient bedrohtwerden. Daher zog sich Beaulieu am Abende des 16. Maimit der Hauptmacht über den Mincio, in ein Lager bei Rover-bella. Zu gleicher Zeit bestimmte er von der Armee die Ge-nerale Roselmini, Ruccavina und Vukassevich mit 23 Bataillonsnach Mantua. Die Besatzung dieses Platzes betrug nun 24 Ba-taillons und 3 Escadrons, und zählte 13,000 streitbare Männer.