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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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60
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Von diesen Truppen blieben jedoch einstweilen noch die Gene-rale Ruccavina und Vukaffevich mit 5 Bataillons und 3 Es-cadrons außerhalb der Festung und besetzten den linken Flügelder Vorposten am Po und Oglio, von Governolo, über Bor-gosorte, Marcaria, bis Marimro am Tartaro. General Schu--birz hielt die Vorposten hinter der Chiesa hinaus bis Castig-lione della Stieviere mit 3 Compagnien Croaten und 4 Es-cadrons Nhlanen. Auf dein rechten Flügel derselben wurdeGeneral Liptay mit 2 Hz Bataillons, 6 Escadrons hinterdem Mincio, zwischen Caftelnuovo am Thione und Peschieraaufgestellt. Seine Vorposten standen an der Chiesa zu Monte-chiaro und Ponte Sän Marco; dann in Lonato, Dcsenzano rc.Zur Deckung der rechten Flanke wurde Major Malcamp, Ra-detzky'ö bisheriger Genosse in der Adjutantur bei Beaulieu,mit 4 Compagnien und 1 Schwadron am nördlichen Endedes Garda-See's, in Torbole und Riva, aufgestellt. Er be-obachtete den See und die jenseitige Gegend bis über Salohinab. — Im Lager bei Roverbella standen die Generale Se-bottendorf, Kolli, Pittony u. s. w. mit 12^ Bataillons und29 Schwadronen. Diese Stellung der kaiserlichen Armee warin der Fronte durch den Mincio gedeckt, stützte sich links aufMantua und rechts an die Hochgebirge Tirols.

Nachdem diese Ausstellung der österreichischen Armee voll-zogen war, schied der Rittmeister Gras Radetzky aus seinem bis-herigen Wirkungskreise als General-Adjutant und seinem Ver-hältnisse zur Reiterei. Er wurde nämlich durch seines KaisersGnade am 29. Mai 1796 zum Major und zwar in dem neu-errichteten Pionnir-Corpö befördert.

Obgleich nun Radetzky nicht unmittelbar zur Seite desEommandirenden der Armee von Italien stand, so müssen wirdoch zur Verständigung des Ganzen und zur Würdigung derdamaligen kriegerischen Verhältnisse und Thaten, den Feldzugvon 1796, wenn auch nur in Umrissen, vollenden, zumal daRadetzky der italienischen Armee attachirt blieb.

Der nächste Gewinn sür Bonaparte, nach dem Uebergangeüber die Brücke von Lodi, war die Lombardei, der Waffenstill-stand und Friede mit vielen italienischen Fürsten, eine großeBeute, die Uebergabe der Citadelle von Mailand am 29. Juniu. s. f. Bonaparte hatte um der Organisation der Lombardeiwillen, von der Verfolgung Beaulieu's abgelassen: am EndeMai's brach er auf, ihn aus seiner Stellung am Mincio zuvertreiben. Der Angriff konnte mit Vortheil geschehen, wennder Marsch durch das neutrale venetianische Gebiet, die Gegend