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von Brcscia genommen wurde. Bonaparte war um keinen! Vorwand verlegen, und durchzog dieses Gebiet. Darauf folgtedas Treffen bei Borghetto und Valeggio am 30. Mai, durchwelches Beaulieu, der damals unwohl geworden war, genöthigtwurde, den Mineio aufzugeben und sich in die tiroler Pässezurückzuziehen. In diesem Gefechte wäre beinahe Bonapartegefangen genommen worden. Die Franzosen gelangten an dieEtsch; das venetianische Verona wurde ohne Umstände besetzt.Bonaparte hatte zunächst von den Oesterreichern nichts zu be-sorgen, er konnte sich vor Mantua lagern: aber dazu mangeltenoch Belagerungsgeschütz; um dieses und anderen Kriegsbedarfzu erlangen und Italien weiter auszubeuten, — das war imSinne des Directoriums des republicanischen Frankreichs —wandte er sich einstweilen nach Mittel-Italien, wo Ferrara,Bologna, Ancona, Livorno rc. besetzt, der Papst zum Waffen-stillstand gezwungen, Beute von Millionen gemacht rc. wurde.Dann wurde zur Belagerung von Mantua geschritten. Serru-rier stand mit 11,000 Mann vor der Festung, die durch ihrenatürliche Lage inmitten eines vorn Mineio gebildeten See'öund weitreichender Moräste und durch eine Besatzung von13,000 Mann geschützt und mit Kriegs- und Mundvorrathhinlänglich versehen war. Das gegen 45,000 Mann starkefranzösische Heer stand längs der Etsch. Die Schwierigkeit,auf schmalen langen Dämmen Mantua nahe zu kommen, warwieder eine Ungunst für die Besatzung, indem sie Ausfälle er-schwerte; die Ausdünstungen der Moräste aber erzeugten Krank-heiten; bald lagen an 4000 Soldaten im Spital. Das Bom-bardement begann am 18. Juli, gegen Ende des Monats wardder Fall Mantua's als nahe bevorstehend angesehen — dakam Entsatz.
Am 21. Juni hatte Feldzeugmeister Beaulieu in Folgeseiner durch die Beschwerden dieses Feldzuges sehr geschwächtenGesundheit, den Oberbefehl über die italienische Armee nieder-gelegt, und denselben Feldmarschall Wurmser, vom Rheine her-gerufen, erhalten.
Dieser brach mit dem österreichisch-italienischen Heere, auf60,000 Mann gebracht, am 28. Juli zum Entsatz Mantua'san den Tiroler Pässen hervor. Diese Armee zog, in zweiziemlich gleiche Hälften getheilt, zu beiden Seiten des Garda-See's heran; Wurmser führte gegen 40,000 Mann die Etschentlang nach dem Mineio zu, an der Westseite des Garda-See'ö Feldmarschall-Lieutenant' Quosdanovich die übrigen.Quosdanovich schlug bei Salo am 29. Juli die Abtheilung