15. Januar vor Sän Giorgio bei Mantua angekommen, abernicht im Stande, daraus den General Miolliö zu vertreiben.Zu seinem Unheil verschob Wurmser den verabredeten Ausfallauf die französischen Blocadetruppen bis zum folgenden Tage.Indessen war Bonaparte herangeeilt. Wurmser's Ausfall undProvera's Kampf am 16. Januar endeten mit großem Verlust.Provera mußte die Waffen strecken. Joubert trieb am 24. Ja-nuar die vom Feldmarschall-Lieutenant Laudon befehligten Oester-reicher aus Roveredo; Massena rückte an demselben Tage inBassano ein; Mantua war ohne alle Aussicht auf Hilfe, dieLebensmittel, längst fast nur Pferdefleisch und dieses kärglichvertheilt, mußtell in wenigen Tagen ganz ausgehen, die Krank-heiten wütheten gräßlich, da alle Arznei mangelte. Wurmserbegehrte zu capituliren. Bonaparte gewährte ihm, mit vollerAnerkennung seiner hohen Tapferkeit, ungesäumt billige Be-dingungen, und am 2. Februar übergab der Feldmarschall Man-tua. Nächste Folge dieses Sieges war, daß Bonaparte sichauf den mit Oesterreich befreundeten Papst warf und denselbenzum nachtheiligen Frieden von Tolentino am 19. Februarzwang.
Nach diesen Unfällen in Italien berief der Wiener Hofden Erzherzog Carl zum Oberbefehl der bei Rivoli geschlagenenund sehr geschwächten k. k. Armee. Am 4. März, in seinemHauptquartiere zu Udine, fand er kaum 39,000 Mann, dieihm zu Gebote standen, und die waren von Fiume bis an dieSchweizergrenze vertheilt. Gegen Ende Aprils durfte er hoffen,würden 18,000 Mann vom Oberrheine zur Verstärkung heran-kommen. Bonaparte'ö Heer war im Februar durch zwei Di-visionen der Rheinarmeen, unter Bernadotte und Delmas, ver-stärkt worden, es zählte gegen 80,000 Mann. 20,000 Mannstanden unter Joubert im Etschthale, bestimmt in Tirol einzu-dringen; mit 40,000 Mann rückte Bonaparte selbst am 10. Mär;ins Feld; die übrigen Tausende standen in Plätzen, oder imRückhalte rc. — Dieser Feldzug sollte Wien selbst bedrohen.Erzherzog Carl hatte nicht über 20,000 Mann am Tagliamentozusammen; in Tirol standen die Generale Laudon und Kerpenmit geringer Macht; hier aber hatte die Volksbewaffnung be-gonnen und darin konnte Oesterreich eine mächtige Hilfe fürdas schwache Heer aufbieten, um so gefahrvoller für Bona-parte, je tiefer er sich in die österreichischen Alpen einließe. Am11. und 12. März ging Bonaparte'ö Hauptheer, die DivisionenMasiena, Serrurier, Guyeur, Bernadotte und Dugua, über diePiare und drückte am 13. bei Sacile die österreichischen Vor«