geraume Zeit Widerstand, mußte aber doch zuletzt weichen undsich über die Trebbia nach Settimo zurückziehen. Rosenbergnahm seine Richtung auf Tavernasco.
General Ott kam mit seiner Colonne um 5 Uhr Abendsbei Rottofreddo an und stieß somit, eine halbe Stunde vomTidone,auf den Feind. Das Gefecht begann; allein der Zeitpunct derEntscheidung hatte sich bis gegen Abend verschoben, also sospät, daß erstlich die beiden französischen Divisionen, welche imLaufe des Tages erwartet wurden, eingetroffen waren undzweitens die einbrechende Nacht es kaum erlaubte, die Trebbiazu überschreiten. Die eingetroffene Division Olivier hatte sichzu beiden Seiten der großen Straße von Piacenza aufgestelltund die Division Montrichard zu Grignano. Sobald das Feuervon General Ott eröffnet worden war, ließ Melas vier Bataillonsrechts und. links der Straße und ein Bataillon an derselben alsUnterstützung vorrücken. Uin. die Division Ott zu verstärken,war Metas von der Hauptdisposition dahin abgegangen, daßer die Reserve Fröhlichs gegen die große Straße ebenfalls vor-rücken ließ. Die französische Division Salm, von Ott zurückge-drängt, wurde durch Olivier hinter der Trebbia aufgenommen.
Der russische General Förster mit der zweiten Colonnedrängte die feindlichen Vortruppen zurück und rückte auf Grig-nano. Zwei österreichische Schwadronen von Levenehr-Drago-ner fanden bei genanntem Orte eine feindliche Reiterabtheilungvon tausend Pferden, griffen diese an und waren so glücklich,sie über den Haufen zu werfen; die französische Infanterienahm die Reiter jedoch auf. Die Franzosen zogen hier neueTruppen, die über die Trebbia setzten, an sich und griffen denGeneral Förster an; jedoch die Russen warteten festen FußeSsie ab und warfen sie zurück. Uebrigenö würde Förster nichtso leicht durchgedrungen und bis an die Trebbia gekommenseyn, wenn General Montrichard nicht, durch die rückgängigeBewegung Victors, um seine linke Flanke besorgt, es rathsamgefunden hätte, sich hinter die Trebbia zurückzuziehen und sichmit seinem linken Flügel an Gossolengo aufzustellen. Es bliebdann bei einem heftigen Kanoniren, wie bei Otts Colonne,von beiden Ufern der Trebbia und dauerte eine Weile fort,während der Angriff aufgehört hatte.
Der russische General Rosenberg, der mit der ersten Co-lonne zuerst den Feind über den Fluß getrieben hatte, waram Abende selbst mit seinen Truppen auf das rechte Ufer vor-gedrungen und bis Settimo gekommen, er stand folglich Mac-donald in der linken Flanke, ein Angriff von da aus konnte