aufgestellt. Der russische Angriff, obgleich mit großer Lebhaf-tigkeit unternommen und mit frischen Truppen wiederholt, wurdedennoch durch ein schreckliches Kartätschen- und Musketen-Feuerzurückgewiesen. Der Angriff auf Novi war also wieder ver-gebens.
Der erneuerte Angriff Kray's begann mit Erfolg. Belle-garde bemächtigte sich einer Anhöhe in der linken Flanke Grouchy'Sund Ott gewann schon die vorderen Hügel, auö denen der Hohen-zug der Stellung westlich von Novi zusammengesetzt ist. AlleinKlausel mit seiner Reserve warf den vorgeschobenen rechtenFlügel Bellegarde's zurück, und Partonneaur mit seiner Reserve,von Moreau in die linke Flanke Ottö gesendet, zwang auchdiesen, in die Ebene zurückzuweichen. Kray nahm nun, als dieFranzosen lebhaft verfolgten, seine 20 Schwadronen zusammen,unter ihrem Schutze wurden einige Batterien aufgefahren unddie zurückgeschlagene Infanterie gesammelt; 6 Schwadronenwarfen sich den ersten verfolgenden französischen Bataillonsschnell entgegen und trieben sie zurück, wobei der General Par-tonneaur selbst gefangen genommen wurde. Dieß war daswichtigste, was die Reiterei an diesem Tage leisten konnte; eSwar offenbar eine sehr wichtige Mitwirkung, denn wäre dasKray'sche Corps geworfen worden, so war die Bataille höchstwahrscheinlich- verloren.
So stand nun die Schlacht bis 12 Uhr Mittags, ohnezu wanken; aber die beiden Massen hatten sich schon sehr er-schöpft, und jeder Stoß mit einer angemessenen frischen Kraftmußte in Kurzem eine unbezweifelte Entscheidung geben.
Melas befand sich in diesen sechs Stunden, wo die Schlachtvor ihm ihre Donner rollte, in Erwartung eines Befehls zumHandeln und natürlich in steigender Unruhe. Er hatte bisjetzt blos Sicherheitsdetaschements vorgeschickt. Eines derselbenbrachte um 11 Uhr ihm die Nachricht von der Niederlage, dieBagrativn durch Watrin erlitten hatte, und daß die DivisionWatrin von den Höhen gegen die Straße von Formigaro nachNovi hinunterziehe. Nun glaubte Melas nicht länger ausBefehle warten zu dürfen — Suwarowö oben erwähnter Be-fehl zum Vorrücken war ihm noch nicht zugekommen — er be-schloß, sich unverzüglich in Marsch zu setzen und die feindlicheArmee in ihrer linken Flanke anzugreifen, wozu er folgendeAnordnung traf: General Nobili sollte mit einer Colonne dieScrivia hinan über Stazzano nach Vignole marschiren, denGeneral Dombrowsky vertreiben, dadurch Serravalle entsetzenund mit einem Bataillon Arguata besetzen; General Mitrowsky