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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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101
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zu entziehen, der sie einzuschließen suchte. So wurde der Co-tonne unter Fröhlich und Lusignan durch das Erscheinen derColonnen unter MitrowSky und London in der Flanke Watrinsdas Ersteigen des Monte Rotondo erleichtert. Einige in dünneTirailleurö-Linien aufgelöste französische Bataillons hielten, ver-muthlich in einer heilsamen Unwissenheit dessen, was hinterihnen vorging, noch Stand, und machten nebst der Artillerieden einzigen Widerstand, den die Oesterrcicher fanden. Währenddie Colonne, Fröhlich und Lusignan an ihrer Spitze, auf demHöhenrücken nach Novi zog, richteten die beiden Colonnen,welche Laudon und MitrowSky formirtcn, ihren Marsch auf diehinter Novi liegenden Höhen, und wieder eine andere Colonne,welche Fürst Lichtenstein befehligen mußte, ging über die Linieder Franzosen hinaus, um bis in den Rücken ihres rechtenFlügels zu gelangen und zu gleicher Zeit die VortheilhaftenPuncte, die sich zwischen den verschiedenen österreichischen Co-lonnen befanden, wegzunehmen. Verschiedene Batterien decktendiese Bewegungen und unterstützten das Gefecht. Die DivisionWatrin hatte in ihrer halben Flucht die Straße von Acquischon preisgegeben; die österreichischen Truppen, von Melas'Hcertheile, drangen mit außerordentlicher Bravour und Schnel-ligkeit vor, um sich dieser Straße zu bemächtigen; wäre dieseBewegung ganz gelungen, so war es, wenn nicht um die ganzefranzösische Armee, doch um einen sehr großen Theil derselbengeschehen. Zum Glück sammelte General Saint-Cyr die Di-vision Watrin wieder, unterstützte sie durch die 106. Halbbri-gade von der Division Laboissiere und eine schwache BrigadeReiterei unter General Querin, die er in Reserve behaltenhatte, führte sie wieder gegen die Oesterrcicher, und so wurdeder Besitz der Straße noch einmal errungen, auf der sich danndiese Truppen bis hinter das Thal der Fornova, eine halbeMeile vom Schlachtfelde, zurückzogen und dort Stellung nahmen.

Während die Division Watrin, wie wir oben gesehen,ganz vom Schlachtfelds vertrieben wurde, hatten die Russen inder Mitte und Kray mit dem rechten Flügel ihre Anstrengungenerneuert. Um 4 Uhr Nachmittags war Suwarvw im Stande,mit den Russen die Franzosen aus der Vorstadt von Novi indie Stadt hineinzutreiben. Endlich ließ Melas, der selbst, mitden auf dem Gebirgsrücken vorgedrungenen Colonnen verbun-den, gegen Novi, auf gleiche Höhe mit den übrigen Colonnen,vorgedrungen war, die Position von Novi, die seit dem An-fange der Schlacht so viel Blut gekostet hatte, die Höhen unddie Stadt angreifen. Das Grenadier-Bataillon Paar erstürmte