Buch 
Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
Entstehung
Seite
105
JPEG-Download
 

1«s

e) Corps des Generals Karaczay, 9 Bataillons, 8 Es-cadrons zu 4966 Mann, bei Nvvi. — 1) Corps vvm Ge-neral Klcnau, 5 Bataillons, 10 Compagnien, 8 Schwa-dronen, zu 4914 Mann, in der Riviera bei Sestri. — ») Corpsvvm Feldmarschall-Lieutenant Fröhlich von 11 Bataillons, 6Escadrons zu 6884 Mann (dabei die Generale Hohen;ollern,Minkwitz w.) im Florentinischen. — Ic) Truppen in festenPlätzen: 15,595 Mann. Somit bestand die Armee unterMelas aus. 136 Bataillons, 28 Compagnien und 90 Escadrons,zu 92,033 Mann, mit 12,767 Reiterpferden.

Championnet hatte sich frühe schon bemüht, als er nurnoch die sogenannte Alpen-Armee befehligte, sich mit Jouberts,dann mit Moreau's Heere in Verbindung zu setzen. AlleVersuche der Franzosen, von-Savoyen oder aus der schweize-rischen Gegend nach Italien vorzudringen, waren umsonst.Championnet selbst rückte gegen Piemont und drang gegenSusa, Pignerolo, Coni rc. vor. Es fielen mehrere Gefechtebei Fossano, Savigliano, Pignerolo, Susa und in Aastvthalevor, die nur die Kräfte prüften, allein keine Entscheidung ga-ben. Championnet rückte mit seinem Centrum aus Mondovi.Er wollte die Verbindung mit seinem rechten Flügel unterSaint-Cpr auf der ligurischen Küste finden oder erzwingen.Melas rückte mit seiner Hauptarmee nach La Trinita undMagliano. Er hoffte, die Franzosen auch von der ligurischenKüste zu vertreiben. Auf der ganzen Linie fielen zwischenChampionnet und Melas eine Reihe Gefechte vor, bei Mon-dovi, Bracco, Bainette, Torriglia, Bussolino rc. GouvionSaint-Cyr rückte mit dem rechten Flügel über die Bocchettanach Novi vor und schlug sogar den General Karaczay. Alleineine Verbindung und Vereinigung der französischen Flügel,oder Championnetö und Saint-Cyrs, verhinderten die öster-reichischen Waffen. Klcnau drang Anfang Oktobers auf derRiviera di Levante bis Chiavari vor; Saint-Cyr aber, denChampionnct gegen die Quellen der Vara hinsendete, nöthigtedurch seinen Marsch Klenau, auf die Magra zurückzugehen.

Da Melas sah, daß sich die Franzosen in der Gegendvon Coni immer mehr verstärkten, beschloß er sein Lager beiMagliano zu verlassen, näher gegen Coni in die Ebenen vor-zurücken, dem Gegner eine Schlacht anzubieten und dadurchdas Schicksal des wichtigen festen Platzes Coni zu entscheiden.Er verließ am 10. October seine Stellung von Magliano undzog in die von Margarita. Da aber die neue Stellung fürdie Oesterreichs zu einer Schlacht aus dem Grunde nicht sehr