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der wichtige Col di Tenda, am 7. die Höhen von Mucchiodelle Pietro erobert. Nach diesem Schlage konnte sich Suchetnicht länger in der Riviera halten. Er hatte die Höhen gänz-lich verloren und war an die See gedrückt. MclaS bemühtesich, durch die Fortsetzung der lebhaften Verfolgung den wei-teren Rückzug des Feindes zu beschleunigen, und nahm seinHauptquartier in Sän Steffano. Am 10. wurden die Fran-zosen vom Berge Sän Giacomo geworfen, am 11. Vintimigliabesetzt, und am 13. zog Melas in Nizza ein. Das österreichischeHeer rückte an den Var und Suchet wurde in die Provencezurückgedrängt. Im Rücken des k. k. Heeres fiel auch Sa-vona'ö Beste am 15. Mai in die Hände deS k. k. österreichi-schen Generals Saint-Julicn, welcher im Platze 146 Geschützeund viele Kriegsvorräthe fand. So war denn nun in ganzItalien die Stadt Genua der einzige Punct, der sich noch inder Gewalt der Franzosen befand.
In Genua leistete Masscna hartnäckige Gegenwehr, thatkühne, oft glückliche Ausfälle, bis der Hunger seine Soldatenabmattete. In der Stadt selbst trat inzwischen die entsetzlichsteHungersnoth ein; die unbeugsame Soldatenseele Massena'S aberachtete der Noth der Einwohner nicht, wies alle Anträge Ott's,zu capitulircn, ab, und ließ ruhig die Engländer Bomben indie Stadt werfen. Als er berechnen konnte, daß auch die kärg-lichsten Lebensmittel für -seine Soldaten nur bis zum 4. Junireichen würden, schlug er seinen Officieren vor, sich nach Nizzadurchzuschlagen. Diese aber stellten vor, man habe nur noch8000 ausgehungerte Leute zum Kampfe, mit denen ein solchesUnternehmen nicht auszuführen sey. Da endlich knüpfte erUnterhandlungen an, auf die man österreichischer Seits gerneeinging, weil inzwischen — wie wir gleich genauer vernehmenwerden — Gefahr von einer andern Seite drängte. In derNacht vor dem 4. Juni wurde der Uebergabevertrag geschloffen,der übrigens Maffena und seinen Soldaten freien Abzug nachNizza und Antibes zusagte. Am 4. Abends besetzten die Oester-reicher das Thor della Laterna. Am 6. zogen die Franzosenab. Eine österreichische Macht von 10,000 Mann etwa bliebunter Feldmarschall-Lieutenant Prinz Hohenzollern als Garnisonin Genua. — Allein dieser Sieg sollte leider! fruchtlos bleiben
Mittlerweile hatte Bonaparte die Bildung einer französi-.scheu Reserve-Armee befohlen, und mit großer Ostentation, umdas Ausland zu täuschen, zur öffentlichen Kunde gebracht, daßDijon zum Sammelplatz dieser Armee bestimmt sey. Allein inDijon selbst sah man nur Invaliden und schwache Recruten;