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schwenkung in die rechte Flanke von Lannes Corps, um hier-durch den Frontangriff der Generale Bellegarde und Keim zuerleichtern. Lannes, der bisher Victor unterstützte, mußte seineReserve als Flanke gegen Ott in das erste Treffen stellen.Er wurde jetzt von Ott mit solchem Ungestüm angefallen, daßseine Truppen einen Augenblick erschüttert schienen. Aber, vonden Generalen Watrin und Champeaur kräftig unterstützt, schluger diesen Anfall noch glücklich zurück; wobei Champeaur jedocheine schwere Wunde erhielt, an welcher er einige Tage daraufstarb. Lannes zwang die Ocsterreicher, bei Barbotta über denBach zurückzuweichen; aber verfolgen konnte er sie nicht, ohnesich links überflügelt zu finden.
Während dem hatte O'Reilly den zwischen der Bormidaund dem Fontanone-Graben liegenden, von französischen leichtenTruppen und einer Colonne besetzten Maierhof La Stortigliana mitErfolg angegriffen und die darin befindlichen Feinde zum Rückzügebis Casina bianca genöthigt. In Casina bianca fand er einfranzösisches Bataillon und einige Reitergeschwader aufgestellt.Bei dem Erscheinen der österreichischen Husaren nahm diesefranzösische Reiterei schnell die Flucht. Das französische Ba-taillon wurde umringt und gefangen. O'Reilly nahm nunseine Richtung gegen Frugarolo.
Während der Hitze des Kampfes um Marengo erhieltMelas, durch den Rittmeister Ccivrani, Nachricht, die ihn be-sorgt vor einem Angriffe von Acqui her (durch Suchets Truppen)machte; er sandte, sehr zur Unzeit, den General Nimtsch mit14 Schwadronen Husaren dahin ab. *)
Den österreichischen Pionnieren gelang es, trotz des hef-tigen feindlichen Feuers, Laufbrücken über den Fontanone-Gra-ben zu schlagen, auf der ersten ging General Lattermann mitseinen Grenadieren hinüber. Diese Grenadiere stürmten Ma-rengo, nahmen es, wurden aber durch General Rivaud (vonder Infanterie) gezwungen, den Ort wieder zu räumen. Alleindie Oesterreicher wieder über den Graben hinüberzudrängen,gelang den Franzosen nicht. Lattermann behauptete den Ueber-gang und gab den übrigen Colonnen Zeit, ebenfalls über den
*) In der österreichischen militärischen Zeitschrist vom Jahr 1823 lesenwir, daß Nimtsch gegen Cantaluppo vorrückte und wirklich einige vor-gebrocheue französische Reiterei gegen Acqui zurückgedrängt habe. —Allein dazu hätten einige hundert österreichische Reiter hingereicht,nicht aber mehr als 2000, die Nimtsch dem Schlachtfeste, wo dieEntscheidung tag, entziehen mußte. — Thibaudeau sagt, daß Suchetnicht im Stande gewesen sey, vor dem 15. Juni in Acqui einzutreifen.Seine Vorläufer konnten nichts schaden.