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Graben zu ziehen und die französische Linie anzugreifen, oderMarengo zu stürmen. In diesem Gefechte wurden die Ge-nerale, die sich gegenüber standen, Lattermann und Rivaud,verwundet. Der Kampf um Marengo wurde immer heftiger;man schlug sich in gegenseitiger Wuth mit Kleingewehr- undMitraillenfeuer, nur wenige Klafter getrennt, oft ganz nahe,auf der ganzen Linie des Dorfes Marengo. Marengo wurdevon den Oesterreichern erstürmt, das Centrum Victors durch-brochen und dieser General zum Rückzug gezwungen. In demMaierhofe von Marengo blieben etwa MO Franzosen zurDeckung desselben zurück, welche aber bald das Gewehr zustrecken gezwungen wurden. Die Division Gardanne setzte sichaus der Straße, und die Division Chambarlhac links derselbenüber Spinetta in Rückzug gegen Sän Ginliano. Der Rückzugdieser Truppen entblößte die linke Flanke Lannes. DieserGeneral, nun von Ott angegriffen, mußte ebenfalls zurückgehen,dieses aber fechtend bewerkstelligte. Die österreichische Armeedrang auf der ganzen Linie vor, und ihr furchtbares Feuerschien in dem nächsten Momente eine gänzliche Zerstreuungund allgemeine Heereöflucht der Franzosen herbei zu führen.
Bonaparte hatte sich bisher noch immer im Pachthofe LaTorre di Garro solo befunden und auf die Ankunft der Trup-pen von Dessair geharrt. Als die Berichte seiner Generaleimmer mißlicher lauteten und eben die Division Monnier vomCorps des General Dessair eingetroffen war, stieg er gegenll Uhr Mittags zu Pferde und begab sich auf das Schlacht-feld. Mit der Consular-Garde und der 70. Halbbrigade zoger selbst dem General Lannes, auf dessen rechten Flügel zu,zu Hilfe und den Nest der Division Monnier richtete er ge-gen Castel Ceriolo, im Rücken Otts, diesen Punct zu gewinnen.Der französische General Carra Saint-Cyr nahm wirklichCastel Ceriolo dem dort postirten österreichischen Detasche-ment ab; allein Ott schickte sogleich den Feldmarschall-LieutenantVogelfang gegen ihn ab, und daö österreichische RegimentStuart nahm den Ort den Franzosen wieder ab. LanneS Gefechtwurde nicht hergestellt und sein Corps, sowie die neu einge-troffenen Bataillons der Division Monnier zum Weichen ge-bracht und darin festgehalten. Die Ebene wimmelte von Flücht-lingen, die auch die Bataillone, welche noch Stand hielten,mitreißen konnten. In diesem entscheidenden Augenblicke ge-bot Bonaparte der 70. Halbbrigade einige Bewegungen zumachen, um den Rückzug zu hemmen oder zu verzögern, undbefahl später der Consular-Garde zu Fuß durch daö im Rückzüge