tenkugel sein edles Herz entzwei; er sank rwm Pferde in dieArme des Brigade-ChefS Lebrun: „Sagt nichts von meinemTode!" waren seine letzten Worte. Sein Fall wurde seinenSoldaten zur Anfcuerung, den Tod ihres Feldherrn zu rächen,und stürmten um so wüthender ein. Bonaparte führte diegesammte hergestellte Linie zum Angriff. Noch leistete Zachmit seinen Grenadieren Widerstand, als Kellermann mit seinenReitern in die linke Flanke dieser Kolonne einbrach. DasDragoner-Regiment Lichtenstein floh in panischem Schreckenund warf sich auf die Dragoner-Regimenter Kaiser, Karaczayund Erzherzog Johann, sie in Unordnung bringend und mitsich fortziehend. Kellermann ließ die Fliehenden durch einenTheil seiner Reiter verfolgen, mit dem andern aber warf ersich auf Zachs Fußvolk, dem Boudet zusetzte. Die EolvnneZachs wurde gänzlich auseinander geworfen und dieser Generalmit 37 Offizieren und 1627 Mann gefangen genommen.Durch diese Ausreibung der Zach'scken Kolonne wurde derMuth der Franzosen neu belebt. Die vor Kurzem noch sichzurückziehenden Divisionen rückten nun wieder mit Entschlossen-heit vor. Kellermann, durch die reitende Consular-Garde, unterBessicres und Eugen Beauharnais, und andere Kavallerie ver-stärkt, schlug jetzt die Straße der fliehenden österreichischenDragoner ein, welche sich sogar auf das eigene Fußvolk derheranziehenden Hauptcolonne warfen und Unordnung in das-selbe brachten. Der plötzliche Umschwung der Dinge machteeinen tiefen Eindruck auf die Gemüther. Die Unord-nung stieg mit jeder Minute und die Verwirrung war furcht-bar, als Kellermanns Schwadronen und die Consular-Gardeanlangten und einhieben. Auf und neben der Straße jagteund floh Alles im bunten Gemische zurück, auf und durch Ma-rcngo. Hinter dem Fontanone-Graben bemühten sich dieösterreichischen Generale und Offiziere, die Ordnung in derHauptcolonne herzustellen. Umsonst. Der Rückzug ging sofort bis zum Brückenkopf, und hier drängte sich Alles buntund verwirrt durcheinander und durch; Alles wollte zuerst derGefahr entrinnen. Nur die Grenadierbrigade Weidenfeld ließsich nicht von diesem panischen Schrecken anstecken; sie tratseitwärts der Straße, ließ das wilde Getümmel an sich vorüber-brausen, ging nach Marengo zurück, besetzte es, und als Kel-lermann vor dem Orte erschien, empfing sie ihn mit lebhaf-tem Feuer und setzte seiner Verfolgung ein Ziel. Hier bliebsie stehen, bis O'Reilly sich von Frugarolo zurückgezogen hatte,dann ging sie ebenfalls durch den Brückenkopf nach Alessandria.
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