Vbrrst Vras Nadrtzky in dem Winterfeldzuge von 1800 und 1801 in Deutsch-land. — Commandant eines Luirasfier-Ncgiments. — Ritter des k. k.Maria-Thcrcsicil-Vrdcns.
„Er hat.
Ein.hochgestecktes Ziel
Mit frohem Muth und strengem Fleiß erreicht.
Für seine Mühe siehst du ihn gekrönt."
Goethes Tasio.
Radetzky war, wie wir wissen, zur österreichischen Armeein Deutschland abgerufen worden, in dem letzten Acte des Feld-zuges mitzuwirken.
Der Feldzug der k. k. Armee in Deutschland hatte imMonate April 1800 begonnen. Am 25. April war Moreau'sNntergeneral, Sainte-Suzanne, bei Straßburg über den Rheingegangen; die anderen Abtheilungen des französischen Heereswaren auf anderen Puncten gefolgt, zuletzt hatte Lecourbe am1. Mai den Strom bei Ssein überschritten. Jedenfalls muhtendie Oesterreicher in DeutHland so beschäftigt werden, daß siean Hülssleistung nach Italien, wo der neue Consul Frank-reichs, Napoleon Bonaparte, selbst den Schlag thun wollte,nicht denken dursten. Das k. k. Heer, unter Kray's Führung,mit den dazu gestoßenen Würtembergern, Bayern u. A. 109,000Mann stark, war vom Maine bis nach Tirol aufgestellt. ImMainzischen waren gegen 5000 Mann Landwehr organisirt;in Schwaben hatte Oesterreich die Aufstellung von dergleichen