»so
zu finde», und so entwarfen sie für den 3. December die Dis-position als für einen Marsch (lediglich Reisemarsch), welchemkaum mehr als der feindliche Nachtrab entgegen wirken könne.Die Armee blieb in ihrer bisherigen Einteilung in drei Ko-lonnen: „die linke, Riesch, geht — so lautete die Dispositionauf den 3. December — über Albaching nach Hohenlinden;das Corps der Reserve, nebst der verstärkten Brigade Löppert,die gerade Straße über den Ebersberger Forst nach Anfing;die Division Baillet über Obcrndorf, Weiher, Mitbach und sofort, mit der links bleibenden Hauptstraße parallel, nach Anfing.Feldmarschall-Lieutenant Kienmaycr wird von Längsdorf überBuch in diesem allgemeinen Sammlungslager erwartet." Inder vollen Ueberzeugung, nur auf die französische Nachhut zustoßen, wurden alle Truppen-Commandanten angewiesen, denMarsch zu beschleunigen, ihre Geschütze und sonstige hinderndeGegenstände entweder zum späteren Nachzuge zurückzulassen,oder selbe, bei grundlosem Wege, aus die Münchner Haupt-straße zu schicken. Es wurde befohlen, die Reiterei immer beider Hand zu haben, und durch schnelle Verfolgung dem FeindeAbbruch zu thun. In Anfing sollte am 4. abgekocht werden,um sodann weiter vorrücken zu können. Aber die Oesterreicherfanden die ganze Macht Moreau's, nicht seine Nachhut, beiHohenlinden, und wo sie mit leichter Mühe vorzukommen wähn-ten, da wurde eine schwere, eine der entscheidendsten Schlachtengeschlagen.
Das Terrain, welches das Schlachtfeld von Hohenlindenbildete, ist im Ganzen Wald mit Blößen, starken Plateau's,Bächen mit steilen Rändern rc. Zwei Straßen, eine überEbersberg, die andere von Haag, über Mattenbett und Birkachnach Hohenlinden durchziehen dieses durchschnittene Terrain.Die letztere, die Hauptstraße, ist ein Dcfilee, denn sie geht imdichten Tannenwalde zwischen zwei Berglehnen und an einerlangen moosigen Stelle vorbei. Die anderen Wege sind alle bloßeFeld- oder Waldwege und nur bei günstiger Witterung leident-lich zu befahren.
Um fünf Uhr Morgens, am 3. December, brachen dieOesterreicher auf. Die erste Kolonne am äußersten rechtenFlügel, welche in dem Lager zwischen Längsdorf und Kopfs-burg gestanden, bestand, unter dem Commando des Feldmar-schall-Lieutenantö Kienmaycr, auS den Infanterie-RegimenternGemmingen, Wendtheim, Erzherzog Ferdinand, Württemberg,Beaulieu, de Ligne, Murray und Clerfayt, den Dragoner-Re-gimentern Coburg und Nr. 13, und den Cuirassier-Regimentern