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Die Verlorne Schlacht hatte den Erzherzog Johann auf dieVertheidigung deö Jnnflusses beschränkt. In diesem nothwen-digen Entschlüsse stellte er sich hinter diesem Strom auf. DerRückzug der österreichischen Armee war einer der beschwerlichsten.Mangel an Nahrung, Entkräftigung, eine durch 60 Stundendauernde, fortwährende Anstrengung, während welcher Zeit dieTruppen theils gekämpst hatten, theils im Rückzüge aus grund-losen Wegen sich befanden, — alles dieses trug Schuld, daß dieverschiedenen Corps 5 volle Tage brauchten, ehe sie in dievon ihrem Oberbefehlshaber verzeichnete Bestimmung gelangenkonnten. Das Emigranten-Corps unter Eondä blieb in seinenStellungen von der Grenze Tirols bis Rosenheim; 34 Ba-taillons, 72 Escadrons unter Riesch, Baillet, Kienmaycr be-obachteten die Strecke zwischen Rosenheim und Mühldorf, FürstLichtenssein rückte mit 13 Bataillons und 22 Escadrons nach.Hohcnwart und General Mecsery zog eine Postenkette zwischenMarktl und Vilöhosen. Alle befestigten Puncte erhielten außer-dem die erforderliche Besatzung; die bayrische Division mußte,als für den Augenblick dienstunfähig, nach Vvcklabruck geschicktwerden; die Württcmberger aber besetzten Wasserburg. Erz-herzog Johann nahm sein Hauptquartier in Troöburg. —Ein unschätzbarer Gewinn für Oesterreichs Heer war der muthige,ungebeugte Sinn dcS Erzherzogs Johann, und die LangsamkeitMoreau's und der wenige Gewinn, den er auö dem Siege zuziehen wußte.
Ueber die Schlacht von Hohenlinden reichten die k. k. Ge-nerale ihre Relationen ein; in der von dem Fürsten Lichtenstein lesenwir Folgendes: „und indem ich dem ausharrenden, unerschrockenenMuthe und guten Willen der gesammten Truppen das Wortzu führen mich verpflichtet fühle — muß ich vorzüglich die Ver-wendung sämmtlicher Herren Offiziere anrühmen. Ganz be-sonders aber von der Brigade Baron Wolfskehl, die OberstenRadetzky und Kunnenfeld, die ich wegen ihrer Auszeichnungund besondern diensteifrigen Verwendung zu Gnaden anzu-empfehlen mich vorzüglich schuldig zu seyn erachte."
Am 5. December traf der linke Flügel Moreau's zwischenNeumarkt und der Jsar, seine Mitte bei Ampfing, Aschau undvor Wasserburg ein; Lecourbc mit dem rechten Flügel kamwieder nach Rosenheim und recognoscirte den Fluß auswärts,wo man den Jnn überschreiten wollte, um mittelst eines raschenMarsches nach Salzburg die Verbindung der Gegner mit Tirolzu durchschneiden. Seine Meldung, daß die nächste Umgebungvon Neubeuren sich vorzugsweise zu dem Unternehmen eigne,