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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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veranlaßte den Befehl Moreau'S an das Centrum, von: 6.-8.über Haag und Ebersberg in den Raum zwischen Aibling undNvsenheim zu rücken, während der linke Flügel sich vor Mühl-dorf vereinigte. Eine Batterie begann am Morgen des 9.bei Rosenheim ihr Feuer, um die Oesterreicher am Abbrennender dortigen Brücke zu hindern, was jedoch nicht gelang;dagegen erfolgte der Uebergang der Franzosen bei Neubeuren,unter dem Schutze von 28 Kanonen, ohne allen Verlust, undnoch vor Mittag war der hier stehende Theil deö Condä'schcnCorps in der Richtung von Stephanskirch abgezogen. Durch6 Bataillons und 12 Escadrons, unter Feldmarschall-Lieute-nant Giulay, ausgenommen, welche Riesch von Hartmannsbergnach Prutting geschickt, schlugen sich die Emigranten bis zumAbend und wichen dann nach Seebruck, wohin ihnen unbegreif-licher Weise Riesch mit dem Reste seines Corps vorausgegangenwar. Indem er den bei Obing stehenden F.-M.-L. Baillctdavon benachrichtigte, veranlaßt er überdem, daß dieser die be-reits nach Prutting abgeschickte Unterstützung von 6 Bataillonsund 12 Escadrons unter dem Erbprinzen von Hessen-Homburgwieder zurückrief, während Lecourbe gegen Ende deö Tagesdurch 2 Divisionen deö Centrums verstärkt wurde.

Der Erzherzog Johann, von dem Rückzüge RieschS aufSeebruck unterrichtet, war damit ganz und gar nicht einver-standen und schickte um 1 Uhr frühe des 10. von Troöburgeinen ernstlichen Befehl dem F.-M.-L. Riesch, worin er dem-selben schärfstens und bei der strengsten Verantwortlichkeit auf-trug, sich mit seinen Gesammtkräften auf den Feind zu werfen.Ein ähnlicher Befehl ging an Baillet, und Erzherzog Johannverfügte sich selbst nach Seebruck, um einen allgemeinen An-griff zu unternehmen. Doch der erschöpfte Zustand der Trup-pen, welche seit dem 26. November fast in ununterbrochenerBewegung gewesen waren und namentlich eines Theils der-selben, den er in und bei Seebruck fand, nöthigte ihn, auf seinUnternehmen zu verzichten. — Konnte man aber die Franzosennicht vom rechten Jnnufer vertreiben, so blieb kaum etwasAnders als der Rückzug in die Gegend von Salzburg übrig,den die Colonnen von Riesch, Baillet, Lichtenstein (Kollowrathwar abgerufen worden), Hügel und Conde vom 10.—12. überTraunstein und Teissendorf, Waging und Schönram, Tittmoningund Laufen ausführten. Kienmayer vereinigte sich über Burg-hausen und Lausen am 13. mit der Armee, deren Stellungam Zusammenflüsse der Saale und Salza bis zum Dorfe Vieh-hausen lief. Drei Bataillons waren am rechten Ufer der Salza,

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