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labruck dirigirt wurde. General Richepanse, welcher bereitsim Laufe des 15. von Laufen nach Henndorf gerückt war, nahm dieSpitze der verfolgenden Colonne und lieferte am 16. zwischen Henn-dorf und Neumarkt, am folgende Tage bei Nnter-Mühlhausenund jenseits Frankcnmarkt, den 18. bei Vöcklabruck und dieß-seits Schwannstadt dem österreichischen Nachtrab eine Reihevon Gefechten, wodurch derselbe beinahe aufgerieben und wobeider österreichische General Löppert gefangen genommen wurde.Noch am Abende des 18. gingen die Abtheilungen von Baillet,Kienmayer, Lichtenstein und der Württemberger hinter die Almzurück, Riesch sollte bei Tagesanbruch dahin folgen, bei Lam-bach aber General Mecsery bleiben, welcher am 14. den Jnnbei Schärding überschritten und die Straße von Ried gewonnenhatte, ohne mit dem Feind zusammen zu treffen. VierzehnEscadrons marschirten über Wels nach Linz, um alle Brückenzu zerstören und sich demnächst am linken Ufer der Donau,zwischen letzterem Orte und Freistadt, aufzustellen.
Ucbrigcns war dieses die letzte Anordnung, welche Erz-herzog Johann als Obergeneral traf. In Lambach legte erden Heerbefehl in die Hände seines Bruders, des ErzherzogsCarl, welcher auf den Nothruf deö kaiserlichen Bruders unddeS Vaterlandes aus Böhmen herbeigeeilt war.
Die physischen Kräfte der an Lebensmitteln und Kleidungs-stücken schon lange nothleidenden Soldaten waren erschöpft, dieZahl der Krieger sehr vermindert; selbst mit Anstrengung undAufopferung aller ihrer noch übrigen Kräfte war diese Armee,die Carl nun befehligen sollte, nicht mehr vermögend, irgendetwas von dem Verlorenen wieder zu gewinnen; selbst daögrößte Feldherrntalent vermochte nichts mehr. Wäre darübernoch ein Zweifel möglich gewesen, so beseitigten ihn schon dieEreignisse deö folgenden Tages.
Am 19. December fing die Colonne von Riesch über dieBrücke von Lambach zu marschiren an; General Mecsery solltedie Nachhut machen, und die Brücke nach erfolgtem Nebergangevernichten. Die ungeheure Menge Wagen und Fuhrwerke allerArt drängten sich eilfertig, und verstopften den ohnehin engenund beschwerlichen Zugang zu der Brücke, als gegen 12 Uhr-Mittags der französische Vortrab erschien. Westlich von Lam-bach findet sich eine Ebene, auf welcher Mecsery seine Reitereizu den beiden Seiten der Straße stellte; die Ausgänge vonLambach hielt eine Compagnie, das linke User der Traun einBataillon besetzt. Mecsery, im Rücken von dem Fuhrwerkegesperrt, wurde von vornen heftig durch die Franzosen ange-