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kein ernstlicher Widerstand nirgends mehr zu erwarten sey, seineStrcitkräfte: eine Eolonne zog im Thale der Enns aufwärtsgegen Altenmarkt, um Leoben zu gewinnen, die andere folgteder großen Straße nach Wien und kam bis Groß-Pochlarn.Hier hielt aber diese kriegerische Bewegung an und hörte auf.Auf seines kaiserlichen Bruders Geheiß mußte Erzherzog Carlam 25. December den Waffenstillstand vom Feinde mit Opfernerkaufen, welche Waffenruhe endlich 1801 zum Frieden vonLüncvillc führte, dem sich auch die übrigen kriegführendenMächte, England zuletzt zu Amicns 1803, anschlössen. Belgienund das linke Rheinufer blieben Frankreich.
Oberst Radetzky hatte sich als Regiments-Commandant undauch auf deutschem Boden als ein wackerer KriegSmann be-wiesen, und war neuerdings aller Auszeichnung würdig em-pfohlen worden. Diese sollte jetzt nicht ausbleiben.
Im April 1801 trat die Commission zusammen, welcheüber die Würdigkeit zur Aufnahme in den militärischen Maria-Theresien-Orden zu entscheiden hatte. Nach den Statuten diesesOrdens sind nur Diejenigen in demselben aufzunehmen: „welchenicht nur nach Ehre und Pflicht ihrer Schuldigkeit völlig Genügegeleistet, sondern sich noch überdicß durch eine besonders herz-hafte That hervorgethan, oder kluge und für den Militärdienstersprießliche Rathschläge nicht nur an die Hand gegeben, sondernauch mit vorzüglicher Tapferkeit haben ausführen helfen."
Unter den Ordens-Candidaten befand sich auch Radetzky.Alle Zeugnisse sprachen für seine Würdigkeit. Das Zeugnißdes Generals Mclas, <1. <1. Gratz, den 9. April 1801, welcheswir hier nur berühren wollen, bestätigt ihm: „daß dernunmehrige Obrist und Regiments-Commandant des H. Alber-tischen Euirassicr-Regiments, Graf Radetzky, während demganzen Zeitlaus, als Er die Gcneral-Adjutanten-Dienste beider meinen Befehlen untergeordnet gewesenen Armee in Italiengeleitet, diese nicht nur mit rastloser, immer gleich angestrengterThätigkeit erfüllt, sondern selbst bei jedem mit dem Feinde sichergebenden Gefechte die vorzüglich hülfreichsten Dienste geleistethat, insbesondere aber bei den Schlachten an der Trebbia, beiNovi und Genola, wo Derselbe zur glücklichen Siegeö-Erreichungso wesentlich beitrug und bei diesen vorzüglich genannt zu wer-den verdient." — „Da übrigens — fahrt Melas fort — Der-selbe sich in dieser Stelle mit gleichem Eifer und militärischerEinsicht selbst in der Zeit, als mir nach dem Austritte desHerrn Generalen Feldzeugmcister Baron Beaulieu bis zur An-kunft deS Herrn Feldmarschall Wurmser das Obereommando