Vlierst Wodrtzkii in der Fricdcnsstalion vom Jahre >801 bis 1805. — GrasNadrtzki, als Familicnvaler. — Vras Nadetzki, Generalmajor und ürigadier.— Fcldzug von 1805. — Uadctzky's Theilnahme an demselben. — GeneralNadehkq Brigadier in Wien von >800 bis 1800 .
„Träumt ihr den FricdcnStag?
Träume, wer träumen mag;
Krieg ist daS Losungswort!"
Gocthc'S Faust. 2. Theil.
Als im März 1801 der Abmarsch der Franzosen aus denösterreichischen Erbstaaten erfolgt war. wurde die österreichischeArmee in ihre Friedensstationen verlegt, die ungarischen underratischen Jnsurrectionen und sonstigen Aufgebote gingen EndeAprils auseinander. Oberst Radetzky kam mit seinem Regi-mente nach Oedenburg in Garnison, und blieb die Friedens-jahre von 1801 bis 1805 fortwährend daselbst. Seinen Unter-gebenen ein wahrer Vater richtete er sein Hauptaugenmerk aufwissenschaftliche und taktische Ausbildung derselben, auf Erhal-tung jenes so nothwendigen militärischen Gemeingeistes, der alleinjedes Regiment zu den größten Heldenthaten zu begeistern imStande ist.
Nach dem Abschlüsse des Lüneviller Friedcnö hatte KaiserFranz seinem Bruder, dem Erzherzoge Carl, die oberste Leitungdes gesammten Kriegswesens auf einige Zeit übertragen. Carlthat viel für eine neue Militärorganisation. Einheit, Zusam-menhang und Schnelligkeit sollten in alle Zweige des Kriegs-wesens einkehren. Die Bewegungen der Infanterie und der