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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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172
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aufwärts bis Volargne. Man hatte in der Entfernung einesKanonenschusses von dem Castelvecchio Verona's auf der kleinenEbene Campanuola, die Sehne der dort gegen Verona ein-gehenden Krümmung der Etsch mit einer Nedoute und einigenNebenschanzen befestigt, deren Feuer sich mit jenem von demWalle der Veronetta kreuzte. Die Vorstadt Sän Giorgio warmit 5 Compagnien besetzt; 2 andere vertheidigten die Verschan-zungen; 8 Bataillons standen in der Veronetta, deren Wallals sturmfrei angesehen ward. — Die Heeresmitte war bei SänGregor!» vereinigt; ihre leichte Brigade Nordmann war beiArcole und Albaredo an den Fluß vorgeschoben. — Der linkeFlügel lagerte bei Bevilacgua. Der General Radetzky war mit5 Bataillons Croaten und 8 Escadrons Husaren an der Etschvon Orti bis Soletto aufgestellt und seine Feldwachen schlössensich links an eine nächst Svlefino aufgestellte Brigade an, welchedie Beobachtung des FlufseS bis an dessen Mündung versah.Das Hauptquartier des Erzherzogs Carl befand sich in SauSteffano.

Am 18. Oktober wurden mit Tagesanbruch die Feindselig-keiten mit einem heftigen Kanonenfeuer, dem bald auch einlebendiges Gewchrfeuer auf der ganzen Vorposteulinie folgte,eröffnet. Massena hatte bei Becca civita eine Brücke geschlagenund in bedeutender Stärke die Etsch passtet. Es scheitertenjedoch alle Versuche desselben, Veronetta zu nehmen, und ermußte sich in die Ebene von Campanuola zurückziehen. Hierblieb er darauf in einer an Stadt und Strom gelehnten Stel-lung ruhig, der Nachrichten von dem deutschen Kriegötheatergewärtig. Sowie aber von den Siegen Napoleons über Mackund dem Schicksale deS österreichischen Heeres in Ulm Kundeeingegangen war und er allen Grund zum Angriffe hatte, griffer auch am 29. October die Ocsterrcicher bei Caltiero an, undeS erfolgte die für Oesterreichs Fahnen ehrenvolle Schlacht beiCaldiero am 29., 30. und 31. October 1805. Erzherzog Carlschlug alle Angriffe, alle wüthenden Stürme der Franzosen ausdie österreichischen Stellungen ab, und zwang den MarschallMassena zum Rückzüge nach Sän Giacomo.

Der linke Flügel der österreichischen Armee unter Davi-dovich, sowie das Corps im Lessinischen Gebirge hatten keinenAntheil an der Entscheidung der Schlacht genommen. DasEinzige, was Davidovich und Radetzky thun konnten, war, daßsie während des Kampfes am 30. einige Streispartien an deruntern Etsch über den Fluß warfen, welche sich aller Schiffebemächtigten, bei Bonavigo eine Brücke schlugen, Jsola Porca-