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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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242
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Erstaunen diese Offensive, eben wo sie selbst angreifen wollte.Napoleon traf seine Anstalten nur desto sorgsamer, um seinementschlossenen Gegner keine Blöße zu geben. Daher fand keinUngestüm, keine Verwegenheit in den nächsten Stunden aufSeiten der Franzosen statt.

Der zum Angriff bestimmte Theil des Corps von Belle-garde war um 3 Uhr früh zur Bewegung bereit. In derStellung auf der Höhe bei Wagram blieben die RegimenterArgenteau, Vogelfang und ein Bataillon Hradischer Landwehrunter den Generalen Dedovich und Clary zurück. Bellegarde'sHeertheil, in 2 Treffen geordnet, bei welchen der ErzherzogCarl seinen persönlichen Aufenthalt wählte, hatte daö wenigstferne Ziel für seinen Marsch. General Carl Stutterheim führtedie Vorhut, aus Jägern, Legionisten und Chevaurlegers be-stehend. In der frühesten Dämmerung wurde der RittmeisterTettenbvrn von Klenau Chevaurlegers mit seiner Schwadronzur näheren Erforschung des Feindes gegen Aderkla vorgeschickt;er fand diesen Ort von den Sachsen verlassen, aber mit denam vorigen Tage Verwundeten des Feindes angefüllt. Hierbeinahm er mehrere Offiziere gefangen, darunter einige vom Ge-neralstabe Bernadotte's; warf dann die nächsten feindlichenPosten zurück und bewachte das Dorf bis zur Ankunft desArmce-Corpö. Bellegarde ließ hierauf Aderkla, nebst den vor-wärtigen Gräben, von dem Fußvolke der Vorhut besetzen,während das erste Treffen sich in der Richtung von Aderklagegen Wagram in Bataillonsmassen aufstellte und das zweiterückwärts desselben in Fronten aufmarschirte. Sechs Schwa-dronen Klenau sicherten die Aufstellung einer vor dem linkenFlügel aufgefahrenen 12pfündigen Cavallerie-Batteric; die übrigenzwei Schwadronen suchten die Verbindung mit dem rechts vonAderkla heranziehenden Grenadier-Corps. Die Reserve-Ca-vallerie dehnte sich rückwärts des letzteren Dorfes in mehrerenAbtheilungen gegen Wagram aus. Das Feuer der erwähntenGeschütze nöthigte den Feind, den rechten Flügel seines anden Rußbach vorgerückten Treffens, die Division Dupaö,gegen Raschdorf zurückzunehmen. Der Feind erwiderte dasFeuer bald aus mächtigen Batterien, und weil die anderenHeertheile der österreichischen Armee noch im Anrücken waren,so konnte er das ganze Geschützseucr seiner bei Raschdorf ver-einigten Truppen gegen diesen Angriff wenden. Indessen er-setzte die außerordentliche Bravour und die gute Bedienung derösterreichischen Artillerie, dann die Contenance der Truppen,die Mehrzahl und Schwere der feindlichen Kanonen. Unge-