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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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mit welchem alle Glieder des Heeres fochten. Sie erwarbensich die Huld ihres Monarchen und das Ehrenlob und denDank ihres erlauchten Führers. Unter den einer besonderenErwähnung würdigen Offizieren wurde vom Erzherzoge Carlauch F.-M.-L. Graf Radetzky genannt: „der in der Schlachtdie rühmlichsten Beweise seines Eifers und sei-ner militärischen Talente abgelegt hatte."

Das Rosenbergische Corps zog, nach der Schlacht beiWagram, am 7., unter beständigen Nachhutsgefechten, nachMistelbach, am 8. nach Laab, wo es vom Erzherzoge Carl denBefehl erhielt, die Straße nach Brünn und Olmütz zu decken,und suchte zu dem Ende mit einem formten Flankenmarscheam 9. die Gegend von Muschau und Fracht an der Taya zuerreichen. Diese Bewegung war mit der größten Schwierigkeitverbunden, und konnte bloß durch die geschickten Bewegungenund das standhafte Benehmen der Arrieregarde erzielt werden,indem es darauf ankam, dem Feinde den Marsch nach Muschauzu verbergen und ihn in dem Wahne zu lassen, daß das Corpsseinen Rückzug gegen Znaym fortsetzen wolle. Zu WeißstLttenwurde wegen zu großer Ermattung der Truppen angehaltenund abgekocht. Da es aber von Wichtigkeit war, die Chausseevon Muschau nach Brünn und die Straße von Fracht überGroßMemschitz und Austerlitz nach Olmütz in Zeiten zu ge-winnen, so setzte sich das Ärmeecorps noch an selbem Abendein zwei Cotonnen wieder in Marsch, und zwar die erste, unterCommando des F.-M.-L. Grafen Radetzky, 17 Bataillons miteiner Pionnir-Compagnie, gegen Mariahilf, und stellte sich aufder Hohe zwischen diesem Ort und Weißstätten n vllsval aufder Chaussee, auf dem Wege von Groß-Nemschitz auf. Wäh-rend die Nachhut den Uebergang des Feindes über die Tayabei Muschau und Fracht am 10. noch einige Zeit aushielt,hatten die beiden Kolonnen ihren Rückzug nach Brünn undOlmütz fortgesetzt, und zwar die erste in Medritz, die zweite inMenitz angelangt, als F.-M.-L. Fürst Rosenberg am 13. früheden Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten empfing undsodann mit seinem Corps die Richtung gegen Austerlitz undRausnitz nahm. Am 15. traf das Armeecorps in Prosnitzein, allwo es in Cantonnirungs-Quartiere verlegt wurde.

Zum Rückzüge, nach der Schlacht bei Wagram, hatte Erz-herzog Carl mit der übrigen Armee nicht die Brünner, sonderndie Znaymer Straße gewählt; dieser Bewegung auf Böhmenund Carls ritterlichem Widerstände bei Znaym am 10. und 11.Juli gegen Napoleon, Marmont, Massena u. hatte der öfter-