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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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zurückzukehren. Um aber nicht in einem Terrain mit beschwer-lichen Defileen im Rücken u. s. w. auf den andern Tag zueinem nachtheiligen Engagement gezwungen zu werden, befahler, noch den Abend den Rückzug anzutreten. In 3 Kolonnengeschah derselbe, auf Fürstenwalde, Altenberg und Pretschen-dorf, um Böhmen zu gewinnen. — Der Verlust in dieserzweitägigen Schlacht war für beide Theile sehr groß. Derösterreichische General Androssy war in derselben gefallen; dieösterreichischen Generale Giulay, Frierenberger, Mariassy,Prinz Philipp von Hessen-Homburg hatten Wunden oder Kon-tusionen erhalten.

Die Kolonnen der Verbündeten zogen dem Gebirge zu;der Vereinigungspunct aller dieser Kolonnen war Teplih; eswar übrigens nicht leicht, daß sie, genöthigt, sich auf mehrerenStraßen zu vertheilen, Böhmen sonder große Gefahr und neueVerluste erreichten; es lag in Napoleons Hand, manche Ko-lonne oder Schaar zu Grund zu richten und in der Verfol-gung erst einen vollständigen Sieg zu erringen. Napoleonwar am 28. August frühe von Dresden aufgebrochen, und hattedie Verfolgung der Kolonnen der Verbündeten, die auf denStraßen über Maren, Altenberg und Marienberg Böhmen er-reichen wollten, auf letzeren Straßen angeordnet; die Haupt-aufgabe aber war für ihn, mit ansehnlicher Macht auf derTeplitzer Straße in Böhmen einzudringen und die Kolonnender Verbündeten, wenn sie eben aus den Gebirgsschluchten indas Teplitzer Thal einziehen wollten, mit ansehnlicher Machtanzugreifen und so der böhmischen Armee eine Niederlage zubereiten. Vandamme's Corps, welches er auf dem linkenElb-Ufer auf Pirna geschickt hatte, um Flanke und Rücken desFeindes zu bedrohen, genügte allein dazu nicht. In der Thathatte Napoleon Gouvion Saint-Cyr angewiesen, Vandammeüber Dohna und Gießhübel nachzuziehen; näher lag eS indessen,daß er selbst mit den Garden am 28. nach Pirna gekommen,den Marsch auf der großen Straße fortsetzte und Vandammeden Rücken deckte. Aber schon am 28. Äugust sprach er zuGeneral Mouton: „Wohl! Ich sehe nichts mehr, lassen sie diealte Garde nach Dresden zurückkehren, die junge wird hierin Beiwacht bleiben," sehte sich in den Wagen und fuhr zu-rück nach Dresden. Noch mehr! Saint-Cyr bekam am 29.August Befehl, nicht über Gießhübel auf die Teplitzer Straßevorzurücken, sondern den Feind nach Mcnen und allen vonihm eingeschlagenen Richtungen zu verfolgen. Ein Dämonverblendete Napoleon mit übermüthigem Vertrauen zu den