sss
von Torgau und Wittenberg aus. Ney schrieb dem Kaiser, ersey complet geschlagen und meine, es sey Zeit, die Elbe zu ver«lassen und nach der Saale zurückzugehen.
Ueber 5 Wochen vergingen nach der Schlacht bei Denne-witz, ehe es in der Ebene von Leipzig zur Entscheidung kam.Bis dahin vergebliche Hin- und Herzüge Napoleons in immersich verengendem Kreise, wiederum glückliche Erfolge seinerGegner im Bemühen, einander die Hand zu bieten, undweit und breit, im Rücken und an den Seiten der HeeresmachtNapoleons, ihm Zuzüge und Zufuhren abzuschneiden, seineDetaschements zu schlagen (Pecheur an der Gvhrde, Lefebvre-Desnouettes bei Altenburg rc.) und das Volk gegen ihn auf-zureizen. Zwei Mal versuchte Napoleon sich gegen Böhmen,zwei Mal gegen Blücher zu wenden, immer ohne Zuversichtauf Gelingen und mit täglich zunehmender Erkenntniß derMißlichkeit seiner Lage. Am 10. September stand er mit90,000 Mann an den Pässen des Geiersberges, blickte vonder Hohe des Gebirges in das Thal von Kulm hinab, gababer, als er Schwarzenbergs Armee in der besten Ordnungdort gelagert sah, den Gedanken eines Angriffes auf Böhmenauf. In den nächstfolgenden Tagen (11., 12., 13. September)mußte Macdonald vor Blücher bis Bautzen und Hartha zurückwei-chen; es war dringlicher für Napoleon, sich nach irgend einer Seitehin Luft zu machen. Er stellte Poniatowsky bei Stolpen aufund brach mit einigen andern Corps am 15. September wiederauf gegen das böhmische Gebirge. Am 13. war in einemKriegsrathe der verbündeten Monarchen und Feldherren be-schlossen worden, daß Schwarzenberg mit dem östereichischenKriegsheere und den russisch-preußischen Reserven (Garden w.)links abmarschiren solle, um auf die Verbindungslinie des feind-lichen Heeres nach Sachsen vorzudringen. Zur Vertheidigungder Engpässe sollte Barclay de Tolly mit den beiden Corpsvon Kleist und Wittgenstein in der Stellung bei Teplitz zurück-bleiben. Da indessen der französische General Mouton mit demersten Corps noch immer bei Nollendorf stand, so mußte dieseszuerst zurückgeworfen werden. Am 14. geschah der Angriffund Mouton wich mit einem Verluste von 800 Mann bis nachGießhübel zurück. Als Napoleon am 15. zu Pirna ankam,ließ er ungesäumt Saint-Cyr und Mouton gegen die verbün-deten Vortruppen anrücken, welche bis zu dem Engpässe beiHellendorf zurückgingen. Hier entstand ein härtnäckiger Kampf;allein alle Bestrebungen der Franzosen, durchzubrechen, scheiter-ten an der Tapferkeit der verbündeten Truppen. Erst gegen