Sieger, erkannte, daß die Reiter Murats durch den stürmischenAnritt den Athem verlieren müßten*), blieb unverzagt, zogden Degen und führte das Leibgarde-Kosacken-Regiment, vonOrlow-Denisow commandirt, selbst gegen den Feind; das neu-märkische Dragoner- und das schlesische Cuirassier-Regimentkamen rasch zur Unterstützung nach, auch die russische leichteGarde-Reiterei ordnete sich schnell wieder zum Angriff, undhielten die zum Siege stürmenden Schwadronen, denen dasFußvolk nicht nachkam, auf, und schlugen sie dann zurück, wo-bei Orlow-Denisow ihnen von den eroberten 26 Kanonen wie-der 2ä abnahm. Die rasch von Schwarzenberg herbeigezogenenrussischen und preußischen Garden w. behaupteten Gossa undfortan bis zum Ende der Schlacht, und das österreichische Re-giment Simbschen nahm die Schäferei von Auenhayn wieder.Napoleon bot bei Wachau und vor Gossa umsonst seine Kräfteauf, neue Vortheile zu erringen. Seine Angriffe brachen sichan der Tapferkeit der Verbündeten. Ein gleichzeitig angeord-neter und durch Mortierö Garden unterstützter Angriff Mac-donalds auf Klenau's Corps hatte ebenfalls keinen entscheiden-den Erfolg. Anfangs zwar zwang Macdonald den GeneralKlenau und die preußische Brigade Ziethen zwischen Groß-Pööna und Fuchshayn zurückzuweichen; allein das österreichischeChevaurlegerö-Rcgiment Hohenzollern und das brandenburgischeDragoner-Regiment schlugen Sebastiani's Reiterangriffe ab;Platoff überfiel eine französische Abtheilung, welche die rechteFlanke umgehen wollte, und zerstäubte sie; die österreichischenInfanterie-Regimenter Zach, Kerpen rc. behaupteten, unter denGeneralen Schäffer, Paumgarten w., das energisch angegriffeneSeiffartshayn, und anderes österrciches Fußvolk schlug einenAngriff auf den Universitätswald ab.
Die zweite Hauptcolonne der Schwarzenbergischen Armee,unter dem Erbprinzen von Hessen-Homburg, fand vor Konne-witz unüberwindliche Schwierigkeiten; es wurden daher weiteraufwärts bei Lößnig und Dölitz Versuche gemacht, den Ueber-gang über die Pleiße zu erzwingen. Konnewitz, Lößnig undDölitz wurden von Poniatowsky, Augereau und einigen Gardenmit unerschütterlicher Standhaftigkeit vertheidigt. Gegen Abenddrang Merveldt an der Spitze eines Bataillons von Strauch, beiDölitz, auf einer Fuhrt über die Pleiße, sein Pferd wurde abererschossen, seine Truppen überwältigt und er selbst von demGarde-Capitän Pleineselve gefangen genommen. Links der
*) Schwarzcnberg sagte damals: ..Wenn sie da seyn werden, sind sieathemlos; sie verlieren die beste Kraft."