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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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299
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ncbst einigen Anhaltepuncten vor den Thoren durch Schanzen,Schießscharten», zur Vertheidigung eingerichtet, sollte behauptetwerden, bis die Armee Leipzig im Rücken habe.

Am 19. Octobcr drangen die Verbündeten in 5 Kolonnengegen Leipzig, die zurückgelassenen feindlichen Abtheilungen nachder Stadt hineinwerfend. Auch Reudnitz räumten die Fran-zosen, als die Verbündeten zum Sturme anzogen. Gegen9 Uhr Morgens begannen diese den Kampf um die äußerenThore; die Oesterreicher griffen das Petersthor an, Russen drangengegen das Hospital- und Gerberthor, Preußen und Schwedengegen das Grimma'sche- und Hinterthor u. s. w. Um dieseZeit verließ Napoleon Leipzig und ritt nach Lindenau; dieVertheidigung der Stadt, bis diese geräumt seyn würde, über-trug er Macdonald und Poniatowsky. Alle Thore der äußernStadt wurden fast gleichzeitig erobert und daS Gefecht zogsich von hier in die Vorstädte und in die Alleen vor der in-nern Seite. Noch wurde lebhafter Widerstand geleistet; bedeu-tend war er am Gerberthore, denn hier war er vorzüglichnothwendig, weil von da Blücher durch die Hallesche Vorstadtden kürzesten Weg zu der französischen Rückzugslinie hatte.Doch aber wurde von dieser Seite Anlaß zu einer unheilbrin-genden Uebereilung gegeben, die den Rückzug vor der Zeitabschnitt. Durch das Rosenthal gedrungene russische Scharf-schützen feuerten aus geringer Entfernung auf die der Elster-brücke zuziehenden Franzosen; der französische Offizier, welcherangewiesen war, die Brücke nach Vollendung des Rückzugeszu sprengen, holte eben bestimmtere Anweisung von dem inLindenau befindlichen Major-General Berthier; der zurückge-bliebene Sergeant wurde bei dem nahen Gewehrfeuer derRussen verwirrt und sprengte die Brücke. Es war erst halb-zwölf Mittags und es hätte für den bedeutenden Rest vonMannschaft und Geschütz noch einiger Stunden bedurft. DieAbgeschnittenen eilten nun dem Flusse zu, um sich zu retten.Viele fanden den Tod in der Elster, so auch Fürst Ponia-towsky; die meisten aber wurden gefangen. Um 1 Uhr warendie Verbündeten Meister der Stadt. Unter Siegesjuöel zogendie Monarchen und Schwarzenberg in Leipzig ein.

Die Trophäen der „Völker-Schlacht" waren großartig.

In der Relation über diese Schlacht wird F.-M.-L. Ra-dchky unter den Ausgezeichneten genannt und von ihm gesagt:„Der Chef des Generalquartier meist er-Stabes,F.-M.-L. Gr a fR a d chky, h a tsich ebe n fall s d urch sei numsichtv olles Benehmen, durch seine unermüdete