gemacht haben, hätte nicht den Rest Oberst Ordener mit dem8. französischen Dragoner-Regimente, zur rechten Zeit angrei«send, glücklich gerettet. Pahlen rückte dann auf Charonne vor,um die französische Reiterei dort anzugreifen und zu werfen.Marmont nahm seine letzte Stellung, indem er den HügelChaumont, die Kirche bei Belleville und die hohe Straße, dieauf Menil-Montant führt, besetzte. Allein die Höhe von Chau-mont wurde von Russen, preußischen und badischen Garden imRücken genommen und erstürmt, und Pahlen schlug die Reitereivon Bordesoult und Chastel in die Flucht. Inzwischen über-wältigte der Kronprinz von Würtemberg den äußersten rechtenFlügel; der würtembergische General Stockmaier drang mitseiner Colonne in daS Boiö de Vineennes, schickte ein Bataillongegen das Schloß, drang dann auf Saint-Maure und erobertemit dem General Prinz Hohenlohe, welcher eine zweite Colonnean dem Rande des Waldes vorgeführt hatte, das Ort; hieraufrichtete sich der Angriff auf Charcnton. Vier österreichischeGrcnadierbataillonS und die würtembergische Brigade Hohen-lohe nahmen die Brücke und den Ort Charenton; vergebenshatten die Zöglinge der Thierarzneischule, mit Hilfe einigerSoldaten, die Brücke zu vertheidigen gesucht; viele wurdendabei niedergemacht; und nun schob der Kronprinz seine Reitereirechts gegen Paris vor, welche die Streifwachen der National-garde bis an die Vorstadt de Bercy zurückwarf. Nun reichtendie Haubitzgranaten der Verbündeten von den Höhen vonChaumont rc. bis nach Paris. Jetzt — es war gegen 3 UhrNachmittags — machte Marmont Gebrauch von der um 1 UhrMittags bei ihm angelangten Vollmacht Josephs, zu unter-handeln,"um einen Waffenstillstand zu begehren. Fürst Schwär«zcnberg bewilligte nur eine zweistündige Waffenruhe, um dieBedingungen zur Räumung und Uebergabe von Paris näherzu bestimmen. Alexanders Adjutant, Graf Orlow, überbrachtediese Einwilligung dem französischen Heerführer *). Mortierwar inzwischen im lebhaftesten Gefechte und vertheidigte ver-zweiflungSvoll Aubervilliers. Allein unaufhaltsam rückten Blü-chers Kolonnen über die Ebene von Denpö, nahmen Auber-villiers und die Maierei von Rouvroy weg und griffen dieDörfer La Villete und Chapelle durch Woronzoff, Prinz Wil-helm von Preußen, Horn rc. an. Heftig wurde hier gefochten,ein furchtbares Geschützfeuer hemmte eine Zeitlang das Vor-rücken; ja die Franzosen drangen sogar aus La Villete ringe-
*) Orlow erzählt, daß die Franzosen bei seinem Erscheinen ungcschwächtcKampflust durch ein lebhaftes: Vivo I Lmnorour! zu erkennen gegebe«hätten.