kunft, wonach die Verbündeten versprachen, Toul nicht zu be-setzen, und die Garnison dagegen, keinen Durch- oder Einmarschfranzösischer Truppen zu gestatten. Das Durchpassiren von Cou-rieren, sowie der Handel mit Eßwaaren sollte gestattet werden.
Den 7. Juli umgingen das Hauptquartier und das Ra-jefssky'sche Corps die von den französischen Truppen besetzteStadt Toul und nahmen das Nachtlager in kein kleinen Städt-chen Void. Die Parteigänger und die bewaffneten Einwohnerschössen überall aus den Waldungen auf die Verbündeten, weß-halb neun Einwohner aus Lagnp, Pogney und Ecrouves, aufder That ergriffen, süstlirt wurden. Auf dem heutigen Marscheerhielt der König von Preußen von dem F.-M. Blücher durchden Rittmeister Fröhlich die Nachricht von der Kapitulation vonParis und der Besetzung dieser Hauptstadt. Die Monarchenfaßten hierauf den Entschluß, den folgenden Tag nach Parisvoraus zu gehen. Am 8. reisten die Monarchen nach Lignyab und erreichten, zuerst unter Bedeckung russischer Truppen,sodann bayerischer Reiterei und jenseits Meaur von englischerCavallerie begleitet, Bondy. Von hier aus begaben sich dieSouveräne, wahrscheinlich um jeden Empfang zu vermeiden,noch 'am Abende nach Paris, wo sie spät um 9 Uhr eintrafen.
F.-M. Fürst Schwarzenberg hingegen begab sich mit Ra-detzky zum österreichischen Reserve-Corps nach Doulevent, mar-schirte mit demselben gegen die französische Hauptstadt undschlug sein Hauptquartier zu Fontainebleau auf.
Nach dem Siege von Belle-Alliance drangen die Preußenunter Blücher und Wellingtons Heer ebenfalls in Frankreichein. Die Engländer waren den Preußen um einen Tagmarschzurück. Blücher trieb die Seinen an; er hatte bestimmt aus-gesprochen, daß der Marsch wieder nach Paris gehen müsse.Er wies barsch einen Waffenstillstands-Antrag ab und stand,nach leichten Gefechten, am 29. Juni vor der befestigten Linievon Paris. Das geschlagene französische Heer hatte Tagszuvor Paris erreicht. Preußische Husaren sprengten gegenMalmaison, um Napoleon, der sich dort nach seiner Abdankungbefand, zu fangen. Allein Napoleon war bereits nach Roche-fort abgereist, um nun — von den Engländern gefangen ge-nommen und nach St. Helena gebracht zu werden. Bis esFouchö gelang, Frankreich den Bourbonen wieder zuzuführen,ward noch zwischen Preußen und Franzosen bei Versailles undJssy gefochten. Endlich capitulirte Paris, die französischeArmee zog hinter die Loire, und am 7. Juli zogen die HeereBlüchers und Wellingtons in Paris ein, nicht festlich wie 1814geschmückt, sondern mit dem Ausdrucke des anspruchvollen Sieges.