konnte sich sein Corps nur langsam bilden, und dazu aus drei verschie-denen Elementen: k) aus frischen Regimentern, die aus dem Innernder Monarchie eintrafen, 2) aus Ergänznngstruppen für die be-reits in Italien fechtenden Regimenter, und 3 ) aus den Truppendes zweiten k. k. Corps, welche durch die Kapitulationen vonVenedig und Treviso von demselben abgetrennt worden waren.Erst am 16. April konnte er mit 13,000 Mann den Jsonzoüberschreiten. Seine Gesammtmacht konnte vielleicht 20 — 22,000Mann mit 60 — 70 Geschützen seyn; allein mehrere tausend Mannwaren noch um mehrere Märsche oder in der Ausrüstung zurück.Für Nachschub von Truppen wollte der Ban von Croatien,Joseph Baron Jellachich de Buzim, aus Croatien sorgen.Es war die nächste Aufgabe des Generals Nngent, die veuetia-nischen Provinzen, Friaul, rc. wieder zu unterwerfen. Ueberall hatteman hier angefangen, sich zur Vertheidigung zu organistren. DieCivica, von deren Heldenmuth man das Größte erwartete, drohte,die Städte nur in Aschenhausen dem Feinde zu überliefern. GeneralZucchi, welcher die venetianischen Streitkräfte, 10 — 11,000 Mann,befehligte, worunter erst zwei in der Formation begriffene Esca-drons und wenige geübte Artilleristen (an Geschütz fehlte es nicht),sah keinen offenen Kampf auf freiem Felde gegen Nugeuts Corpsznläßkg, schloß sich daher mit 4000 Mann in Palma ei», undwarf Truppentheile, zur Unterstützung der Civica, nach Udine, rc.F.-Z.-M. Nngent marschirte mit dem Großtheile seines Corps aufUdine. Den General Fürst Felir von Schwarzenberg schickte ergegen Palma mit 4 Bataillons, 1 Escadron und 4 Geschützen,und dessen Croaten besetzten das eine kleine Stunde von da ent-fernte Dorf Visco. Auf dieses Dorf unternahm Zucchi mit einerZahl belluuischer und anderer Kreuzfahrer und einigem Linien-milüär am 17. April einen Ausfall, allein die Croaten behaup-teten, von den Einwohnern selbst in der Vertheidigung unterstützt,das Dorf. F.-Z.-M. Nngent, in dessen Gefolge sich ein Civil-Commissär, Graf Hartig, befand, verlegte am 19. sein Haupt-quartier nach Cusignaco, eine Stunde von Udine, und versuchte,diese barricadirte Stadt auf dem Wege der Güte zur Unterwer-fung zu bewegen. Die Anträge zu einer Unterhandlung wurdenabgewiesen. Am Abende des 21. April ließ daher Nugent einigeGeschütze auffahren, und die Stadt wurde während 2 Stundenmit Granaten und Raketen beworsen. Das kühlte den Kriegs-eifer der Einwohner, und, unter dem Einflüsse des Erzbischofs,kam, ohne Einsprache des Commandanten, Oberst Canti, nach2 Tagen eine Unterwerfungsacte zu Stande; darin verpflichtete sichauch die Stadt Udine, die ganze Provinz und die Festungen zum
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