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Sarchathal verhinderte, und die Verbindung der Armee über Ponalein das Ledrothal sicherte.
Auch die Verpflegung der Armee war eine Hauptsorge desGrafen Radetzky. Diese war sehr schwierig. Denn die kurzeStrecke zwischen dem Mineio und der Etsch wurde von Feindund Freund zugleich ausgebeutet und konnte nur mäßige Resonrcengewähren. Tirol konnte wenige Hilfsmittel geben; Vicenza selbst warschon in Feindes Händen, rc. Die Lebensmitteltransporte mußtenaus ferner Gegend auf der einzigen freien Straße im Etschthaleherangezogen werden, u. s. w. Daß aber die k. k. Armee dem-nach schon durch 5 volle Wochen auf einem so beschränkten Raumeverpflegt werden konnte, verdankte sie dem unermiideten Eifer undder Umsicht ihres Armeeintendanten, Gnbernialrath Pachtn, sowie den Untergebenen desselben.
Die Piemontesen verschanzten ihr Lager gleichfalls aus dasFurchtbarste und betrieben inzwischen die Belagerung Peschiera'ö,um welches die Brigaden Piemont und Pignerol, Marinesoldatenund lombardische Schaaren standen. Der General Mann» führtedie Oberleitung, der Herzog von Genua dirigirte das Geschütz.Die Beschießung Peschiera'ö begann zuerst gegen das Fort Man-della, und zwar am 18. Mai. Dann wurde auch gegen FortSalvi und die eigentliche Festung operirt. Das erstere wurdeam 25. Mai zum Schweigen gebracht. Am 26. foderte ein Par-lamentär zur Uebergabe auf, doch wurde er zurückgewiesen, wor-auf die Feindseligkeiten am 27. mit größerer Heftigkeit wiedereröffnet wurden. — Radetzky hoffte, das hartbedrängte Peschieravielleicht noch entsetzen zu können, wenn Nngent mit dem Reserve-corps eingetroffen seyn würde.
Graf Laval Nngent, k. k. Feldzeugmeister und commandiren-der General in Jnnerösterreich, einer der Veteranen der Armee,hatte sich anerboten, die nach Italien beorderten Reserven amJsonzo zu sammeln und der Hauptarmee zuzuführen. Eine durch53 Dienstjahre bewährte Pflichtreue, eine auf mehr als hundertSchlachtfeldern erprobte Tapferkeit und die genaueste Kenntnißdes italienischen Kriegsschauplatzes, auf welchem er 1809 alsGeneralquartiermeister das Detail der Bewegungen einer Armeezu leiten, fünsthalb Jahre später ein eigenes Truppencorps mitErfolg befehligt hatte, rechtfertigten sein Verlangen und überwogendie Bedenken, welche seine in Folge des eingetretenen Alters undfrüherer Wunden geschwächten Gesundheitszustände vielleicht auf-steigen ließen. Am 4. April traf derselbe in Görz ein und wähltesich diese am Jsonzo gelegene österreichisch gesinnte Stadt zu seinemHauptquartier. Durch die Ereignisse in Wien, in Ungarn, rc.