kam zuerst Durando mit seiner Abtheilung in Treviso an. Daangekommen, lag ihm zweierlei vor, entweder über die Piave zugehen und zu versuchen, den Feind über den Tagliamento undJsonzo zurückzudrängen, Palma, wohin 120 piemontestsche Artil«leristen geschickt worden waren, und Osopo die Hand zu bieten,oder sich darauf zu beschränken, die Piavelinie zu vertheidigen.Das erste konnte ein Corps, was nur halb so stark war, wieder Gegner, nicht unternehmen; es blieb also nur das andere.Er verlegte sein Hauptquartier nach Montebellnno und vertheiltesein Corps, wie es ihm nöthig erschien, um die ganze Straßevom Meere bis Bellnno zu vertheidigen. Die wahre Gefahr schienihm aber — ganz richtig — an der obern Piave zu liegen, darumhielt er sich näher am Gebirge und schickte eine Abtheilung auf-wärts, um die Städte Bellnno und Feltre zur Vertheidigung zuermuntern. Die von Durando befehligte Division bestand auseinigen Bataillons römischer Infanterie, aus 2 Schweizerrcgimen-tern, 8 Geschützen und 8 Escadrons römischer Dragoner undCarabinierS. General La Marmora sollte die untere Piaveschützen, und seine Truppen bestanden aus 8 Bataillons Kreuz-fahrer von Padna (Commandant Vernardi), Freiwillige vonPesaro (Major de Leoni), Freiwillige von Treviso (Major Pan-dolfini), Legion von Neapel (Commandant Ponson), Legion vonSizilien (Oberst La Massa), Freiwillige von Ravenna (MajorMontarini), Studenten von Rom (Major Daretti) und Scharf-schützen (Major Dazzo)j, nebst einer Compagnie Freiwilligen vonFerrara (Capitän Mosti). Am 7. Mai traf auch General Fer-rari mit seinen römischen Legionen (Oberst Duca Lanti, Oberst-lieutenants Patrizi und Gallien») in Treviso ein, denen aber, umihnen einigen bessern Halt zu geben, Durando 2 Linien-Bataillonsbeigab, so daß nun Ferrari 12,000 Mann stark war. So konntenun General Durando seine ganze Aufmerksamkeit gegen das Ge-birge wenden. Täglich trafen noch Freiwillige in Treviso ein,aus Bologna, Ancona, rc., auch die sogenannte italienische Legion,welche der, aus dem polnischen Kriege von 1831 bekannte, nun-mehrige General Antonini in Paris aus Italienern, Polen, Fran-zosen, rc. gebildet hatte.
Um nun den beiden Hauptausgängen aus dem Gebirge, demaus Arsce und Primolano in'ö Brentathal nach Bassano, unddem über Pederoba und Montebellnno in die Ebene von Trevisogleich nahe zu seyn, beschloß Durando, weiter hinauf zu rücken.In Quero aber erfuhr er schon, daß die Oesterreichs am 5. Maidurch Serravalle gegangen seyen und den 6. ohne SchwertstreichFeltre besetzt hätten. Der General glaubte nun, nach Monte-