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belluno zurückkehren zu müssen, da, wie die Dinge nun standen,der Feind ihn sehr leicht mit geringen Kräften in den Engpässenzwischen Quero und Feltre festhalten, und mit dem Kern seinerTruppen die Richtung über Arsce und Primolano nach Bassanoeinschlagen konnte, von wo ans ihm dann der Weg nach Veronaoffen stand. Auf diesem Rückmärsche kam Ferrari, der bis Monte-belluno vorgerückt war, für seine Person nach Pederoba, undes wurde nun verabredet, daß er mit seinem weit stärkeren Corpsdiesen Ort und die AuSgäuge in die Ebene vertheidigen sollte,während Duraudo mit seiner, noch gegen 5000 Mann starkenAbtheilung nach Bassano marschirte, um die Pässe von Primobanozu besetzen und zu sichern*).
Ehe Nugent die Piave überschritt, wollte er sich in Besitzvon Belluno und seine rechte Flanke gedeckt wissen, und dctaschirte deß-halb am 3. Mai 2 kleine Kolonnen, jede zu 4 Compagnien Ba-nalisten, rechts über das Gebirge gegen genannte Stadt. Dieeine Colonne, befehligt vom Major Geramb von den Grenzern,schlug den Pfad der Osteria S. Bolds nach Trichiana ein, dieandere, welcher eine halbe Raketbatterie beigegeben war, folgte,unter der Leitung des Majors Handl vom Generalquartiermcister-stabe, der Straße von Ceneda über den Wald von Sän Marconach Capo di Ponte, welches an der Piave, eine Stunde unter-halb Bellnno, liegt. Der feindliche Anführer Palatini hatte mit400 Mann und 4 Kanonen unweit dem Lago morto eine gute Stellunggenommen, die Straße war an einigen Stellen abgetragen, ander-wärts verrammelt und durch herabrollende Felsstücke bedroht.Das Vorrücken der Croaten wurde durch die mit vielen Schwie-rigkeiten verknüpfte Umgehung dieser Hindernisse in die Länge ge-zogen, und da man erwartete, noch auf nachdrücklichern Wider-stand zu stoßen, so sandte der General Nugent den GeneralmajorCuloz mit 2 Bataillonen Erzherzog Carl zur Verstärkung nach.Am 5. Mai erreichten die vereinigten Abtheilungen Belluno,welches sich ihnen ohne Widerstand, obgleich hierzu vorbereitet,ergab. Zwar wurde die Brücke bei Capo di Ponte von den Auf-ständern abgebrannt, dagegen aber die steinerne Brücke über diePiave in Bellnno erhalten. Der Besitz dieses günstigen Ueber-gangspunctes bewog Nugent, am 6. nach Belluno zu marschiren,
*) In einem Werke heißt es: „Wer hier eigentlich befahl, ob Generaldella Marmorn oder Durando, und in wie weit Ferrari dem Einen oderdem Andern oder Keinem von Beiden gehorchte, ist schwer zu ermitteln.Daß es aber schwer fallen mußte, mit einer solchen gemischten Armeegegen eine österreichische Armee, in offenem Felde aufzutreten, fällt indie Augen."