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vorzurücken. Das erste und zweite Corps würden an demselbenTage vor der Stadt erscheinen.
Um dieß aber zu erreichen, marschirle am 8. Jnni das ersteCorps von Bevilacqua über Pojana, Sossana, St. Ubaldo; daszweite Corps, mit der zugetheilten Reserveartillerie und Reitereiüber Pojana und Noventa bis Ponte Barbarano, wohin auchRadetzky's Hauptquartier kam. Am 9. rückte das erste Corpsbis Longara und schob seine Vorposten bis Crvce vor. Daszweite Corps, mit den berührten Reserven und einer in Mantnaausgerüsteten Mörserbalterie von ck Stücken, ging über Monte-galdella und Longara, dort mittelst zweier Schiffbrücken über denBacchiglione und von da bis in die Höhe von Torri di Quarte-solo, wo alles hinter dem Tessinabache lagerte. Zur Hemmungder Verbindung zwischen Vicenza und Padua, woher der Feindverstärkt werden konnte, wurde durch eine Entsendung die Eisen-bahnbrücke über die Ceresone zerstört.
General Culoz hatte mit seiner Quadivision am 9., wie ersollte, von Verona aus Montebello erreicht, und. rückte, nachdemseine Mannschaft abgekocht, über Brendola nach Areugnano vor.Aus dem Wege dahin hatte er allerhand künstliche Hindernissewegzuräumen, was nur mit großer Anstrengung gelang.
Das erste Corps erhielt den Befehl, sich am 10. mit derQuadivision Culoz in Verbindung zu setzen, und zu dem Endemit der Division Felix Schwarzenberg auf der Straße von Estelängs den Höhen der Monti Berici vorzugehen, mit der BrigadeWohlgemut!) aber am linken Ufer des Bacchiglione vorzugehen,um sich da mit dem, auf der Straße von Padua vorrückendenzweiten Corps in Berührung zu setzen. Das zweite Corps hatteden Befehl, mit einer Brigade die Vorstadt Borgo und PortaPadua und mit einer zweiten die Vorstädte Santa Lucia undS. Vito anzugreifen, und jeder eine andere Brigade als Unter-stützung folgen zu lassen. — Von den Vertheidigungsanstaltenin Vicenza wußte man nur weniges und allgemeines.
General Durando, welcher hier den Oberbefehl übernommen,hatte, im Gefühl der Wichtigkeit des Platzes, dessen strategischeBedeutung besonders darin lag, daß er auf der Hauptverbindungdes Gegners lag, und daß von ihm aus für die italienischenTruppen eine ungefährdete Verbindung über Padua nach Venedigund über die Etsch und den Po führte, seit den drei Wochen,daß er sich festgesetzt hatte, alles mögliche gethan, dem Orte einefortificatorische Stärke zu geben, die ihn gegen einen gewaltsamenAngriff schützen könne. Die alten Barricaden in der Stadt wur-den verstärkt, neue angelegt; bald sperrten über 200 Barricadendie Straßen, alle Brücken wurden abgebrochen, das Pflaster auf-