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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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solglos. Er ließ daher die Stadt 12 Stunden beschießen. Am14. Morgens ergab sie sich unbedingt dem General Weiden.Der Abzug der neapolitanischen Truppen veranlaßte die StadtPadua, sich dem F.-M.-L. d'Aspre, welcher die einzige BrigadeFriedrich Liechtenstein von Vicenza heranführte, am 13. Juni ohneSchwertstreich zu ergeben. d'Aspre ließ in Padua ein Besa-tzung, ging nach Vicenza zurück, ließ hier eine Besatzung von2000 Mann, und marschirte nach Verona ab, wohin auch dieBesatzung von Padua am 9. Juli gezogen wurde. Schon einigeTage früher, als Treviso und Padua, fiel Palmanuova den kai-serlichen Waffen wieder in die Hände. Für die Beschießung die-ser Festung stand den Oesterreichern nur ein einziger Mörser zuGebote. Die Geschicklichkeit seiner Bedienung aber, welche 97Bomben ihr Ziel erreichen ließ, und die Ausdauer des vvmObersten Kerpan befehligten, nur 2500 Mann starken Blokade-Corps vermochten bis zum 24. Juni die Uebergabe der, von 3000Mann vertheidigten Festung herbeizuführen, in Folge welcher 156Stück schweres Geschütz wieder an ihren rechtmäßigen Besitzerzurückkehrten. Dem General Zucchi, wider dessen Willen diedurch den eintretenden Mangel an Lebensmitteln geängstigte Bür-gerschaft, unterstützt durch den Mißmuth der Besatzung, die Ka-pitulation eingeleitet hatte, wurde gestattet, sich zu entfernen, die-jenigen Soldaten, welche österreichischen Regimentern angehörthatten, wurden nach ihrer Heimath entlassen, die Kreuzfahrererhielten freien Abzug nach Venedig, die Piemontesen wurdennach Genua eingeschifft, mit der Verpflichtung, während einesJahres nicht wider Oesterreich zu dienen. Nachdem die italieni-sche Besatzung aus der Esplanade die Waffen niedergelegt hatte,wurde Palmanuova von den Oesterreichern besetzt. Hierdurchwurde nicht nur der BelagernngSpark der k. k. Armee in Italienwieder gewonnen, sondern auch die Commnnicationslinie des Hee-res völlig frei.

Nach solchen glücklichen Vorgängen rückte F.-M.-L. Meldengegen die Stadt Venedig selbst vor. Am 18. Juni besetzte erMestre, Boderigo und Malcontenta, und am 25. Cavanella ander Etsch. Die Verbindung der Jnselstadt mit dem venetianischenFestlande war nun auf dem weiten Bogen von den Mündungender Piave bis zu denjenigen der Etsch abgesperrt. Die Besatzungder Stadt und der zahlreichen Forts bestand aus Truppen undFreiwilligen verschiedener italienischer Staaten, aus der eigenenCivica, aus den im Frühjahre abgefallenen Soldaten, aus frem-den Freischaaren, rc., und war sehr zahlreich. Den Oberbefehlführte Wilhelm Pepe, der bekannte neapolitanische General, das