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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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eigentliche Festungscommando Antonkni. Zur Blokade von Ve-nedig konnte Melden nicht einmal die kleine, durch Diensttreueund Eifer gerettete und zu Pola versammelte kleine österreichischeFlotille, wie es so erwünscht gewesen wäre, gebrauchen; dennschon im Mai erschienen im adriatischen Meere und vor Venedig13 sardinische Kriegsfahrzeuge und bald auch noch 8 neapolita-nische Schiffe. Schon am 7. Juli geschah der erste Ausfall ausVenedig. General Ferrari griff mit lombardischen, bolognesischen,neapolitanischen und trevisanischen Freiwilligen den österreichischenPosten von Canamlla an, wurde aber mit Verlust zurückgeschla-gen. Aus Malghera geschah am 9. der zweite AuSfall durchItaliener und ein schweizerisches Freicvrps. Allein auch dieserAusfall wurde mit Verlust für die Feinde zurückgeschlagen, wo-bei sich die Wiener Freiwilligen sehr gut benommen haben. InPontelungo nahm Melden viele Schiffe mit Victualien für Ve-nedig in Beschlag. Am 15. Juli schlug Melden sein Haupt-quartier in Padua auf. Als am 9. Juli die österreichische Be-satzung von Padua diese Stadt verlassen und den Rückmarschnach Verona angetreten hatte, waren in Padua Ruhestörungenvorgekommen; allein Melden hatte augenblicklich 2 EscadronsBoyneburg-Dragoner und 2 Haubitzen dahin abgesendet, woraufalles zur Ordnung zurückkehrte. — Zur Sicherstellung der Ruhein den unterworfenen Provinzen befahl F.-M. Radetzky die Ent-waffnung der CivicaH.

Der k. k. Oberst Baron Zobel hatte sich nach dem für ihnehrenvollen Gefechte auf den Plateau von Rivoli nach Brentinozurückgezogen, ging aber dann, als er am 11. Juni hier und beidem westwärts auf der Höhe gelegenen Puncte Madonna dellaCorona abermals einen Angriff der Piemontesen ausgehaltenhatte, auf Avio und Madonna delle Reve zurück. Da sich diePiemontesen scheuten, ihrer Postenkette im Gebirge eine allzu großeAusdehnung zu geben, so blieben die Oesterreichs im ungestörtenBesitze der Posten von Ferrara und Rivalta (ersterer am Fußedes Montebaldo); eben so blieb auf dem linken Ufer der EtschDolce von ihren Truppen besetzt. Bei Ala stand die Brigadedes Generals Matis, seine Vorhut bei Avio und Vo, bei Bren-tonico Oberst Melczer mit 2 Bataillons, den Montebaldo beob-achtend. Riva und Torbole bewachte Oberstlieutenant Favan-court, und unterhielt die Verbindung mit den Truppen in den

*) An irgend einer Stelle eines tüchtigen Buches lesen wir: „Wo solcheNationalgarden nicht revolutionäre Zwecke zu fördern haben, find sie fürden Bürger eine unnütze Last. Gewiß ist es, daß die öffentliche Sicher-heit durch dieselben mehr gefährdet als geschützt wird."

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