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um Mitternacht) seinen Rückzug nach Peschiera an, was ihn amandern Tage vom Untergänge rettete. Die Oesterreichs hinge-gen wurden von dieser rückgängigen Bewegung nichts gewahr,brachen um Mittag am 23. aus ihren Stellungen wieder auf,um den nun Verlornen Feind wieder zu suchen, und kamen erstspät nach Rivoli. Bon hier marschirten sie auf Castelnuovo*).
Bei Radetzky's Hauptarmee hatten sich, der Disposition ge-mäß, die Corps zur bestimmten Stunde des Abends am 22. Junigesammelt, um nuu, wie folgt, ihre Ausgaben zu losen.
Das zweite Corps, F.-M.-L. d'Aspre, rechter Flügelder Armee, sammelte sich am Abende des 22. hinter CroceBianca und St. Massimo, und trat den 23. um 1 Uhr frühseinen Marsch gegen Sona und Santa Giustina in 2 Colonnenan, und zwar: die Colonne des rechten Flügels, Brigade FürstEdmund Schwarzenberg, auf der Hauptstraße gegen Santa Giu-stina und Osteria del Bosco mit Beobachtung des ganzen Ter-rains bis zur Etsch; die Colonne des linken Flügels, die BrigadeFürst Friedrich Liechtenstein, die Brigade Pergen (früher Giulay),die Brigade Kerpan (früher Simbschen) als Reserve auf derStraße nach Sona über Lugagnano und Mancalaeqna, wo siesich wieder theilt, und zwar: a) Brigade Fr. Liechtenstein gegenMadonna del Monte links, ll) Brigade Pergen gegen Sonarechts; Brigade Kerpan, zur Disposition des Corpscommandos,folgt. Die Reiterbrigade Schaafgotsche nahm ebenfalls den Wegnach Santa Giustina. — Bei den Colonnen befanden sich dieF.-M.-Ls. Wimpfen und Scbaafgotsche.
Das erste Corps, F.-M.-L. Wratislaw, linker Flügelder Armee, sammelte sich gleichfalls am Abende des 22. hinterdem Abfall von Santa Lucia. Von den Brigaden des Corpslagen 2 in der bekannten Stellung von Santa Lucia bis Tom-betta, die andern lagen in der Stadt. Auch das erste Corpstrat seinen Marsch um 1 Uhr in der Nacht an, und zwar eben-falls in 2 ungleich starken Colonnen: die des rechten Flügels,
*) Willisen ist mit den Bewegungen Thurns nicht zufrieden. Immer zuspät sey dieser General aufgebrochen, und habe so Castelnuovo erst 24Stunden später erreicht, als es hätte geschehen können und geschehensollen, was nicht ohne schlimmen Einfluß aus die großen Operationenhätte seyn können. — Dagegen wird Thurn in einem andern achtbarenWerke in Schutz genommen. Dem weiteren Vormärsche des Feldmar-schalllieutenants seyen Schwierigkeiten der Verpflegung in der ausgcsoge-nen Gegend entgegengestanden. Man dürfe hier nickt nur an die Men-schen, sondern man müsse auch an die Pferde denken. Abgesehen vonder Reiterei, hätte Thurn ohne bespannte Geschütze und Munitionswägennicht füglich einer Schlacht entgegen gehen können.