die Brigaden Wohlgemut!), Supplikatz und Strassoldo, auf derStraße nach Somma Campagna; die des linken Flügels, dieBrigade Clam, mit der F.-M.-L. Fürst Schwarzenberg marschirte,über Calzoni Accademica und Goiisardiue. Noch weiter zur Lin-ken bewegte sich, um die Flanke zu schirmen, der Oberst Wyßmit 4 Escadrons Erzherzog-Carl-Uhlanen gegen die befestigteStadt Villafranca, dieselbe zu beobachten.
Das erste Reservecorps, F.-M.-L. Wocher, als Nachhut,die Jnfanteriebrigaden Erzherzog SigiSmund, Maurer und Ha-radauer unter F.-M.-L. Halter, die Reiterei unter F.-M.-L. FürstTaris und Erzherzog Ernst, und die Reserveartillerie mit demTrain und Brückenequipage, rückte um 4 Uhr ab über Castolani,Casone nach Racola.
Den meisten Jnfanteriebrigaden war übrigens eine Batterieund eine oder zwei Schwadronen Reiter zugetheilt.
In Berona blieb eine starke Garnison unter dem tapfernF.-M.-L. Haynau.
Die Kolonnen Radetzky's waren kaum eine halbe Stundein Bewegung, als sie ein so furchtbares Gewitter mit Regen-güssen überfiel, daß sie eine Zeit lang den Marsch einstellten.Es wurde so dunkel, daß keiner seinen Nebenmann mehr gewahrwurde. Die beiden, zum Angriff der Stellung bestimmten Corpskamen deßhalb erst gegen 5 Uhr mit den Töten gegen die Stel-lung des Feindes an. Die Truppen glaubten allgemein, einesehr schwierige und blutige Aufgabe von zweifelhaftem Erfolgevor sich zu haben. Indessen ließen schon die ersten Recognosci-rungen zum größten Theile diese Besorgnisse schwinden. Vonden „furchtbaren Verschanzungen" ließ sich gar wenig schauen.Die Einleitungen zum Angriffe wurden unverzüglich getroffen.Es ward ein heiterer Himmel! Der 23. Juli war ein Sonntag!
Nachdem bei dem zweiten Corps sich die Brigaden FriedrichLiechtenstein und Pergen gegen 7 Uhr unter den Höhen formirthatten, rückten sie beide zum Angriff vor. Nachdem die piemou-tesischen Plänkler zum Weichen gebracht waren, stürmte die Bri-gade Pergen die Höhe von Sona. Unter heftigem Kugelregenerklomm sie die mit Weinreben bepflanzten steilen Abhänge, erstiegsie die, sich zwischendurch ziehenden Gemäuer und eroberte Sona.Hier sah man die kühnen Ungarn des Infanterieregiments Erz-herzog Ernst gegen die Schnßlöcher einer Mauer heranlanfen,aus welchen sie feindliche Gewehre bei den Bajonnetten herausrissen, um dann selbst hinein zu feuern. Die Brigade FriedrichLiechtenstein fand fast keinen Widerstand, nahm den Montebellound die Höhe Madonna del Monte weg, drang rasch zwischen