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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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Radetzky weiter oberhalb über den Fluß ging,, zu groß. Mankonnte dann gegen den Po gedrückt werden, wo keine Art Vor-bereitung für einen solchen Fall getroffen war. Kein befestigterUebergang, keine Brücke, keine Magazine. So entschloß mansich denn, hinter der Adda zn suchen, was man hinter dem Oglionicht finden konnte, Ruhe, Erholung, Ordnung, Muth. DieAbdalinie war kürzer, bot eine freie Verbindung nach rückwärtsgegen die Brücken von Piacenza und Pavia über den Po.

Der Abzug geschah vom rechten Flügel. Die lombardischenTruppen, denen man am wenigsten zutraute, sollten der Gefahrzuerst entzogen werden. Sie marschirten am 29. Nachmittags vonTorre d'Oglio und Gazzuolo ab über S. Giovanni in Croce undSoöpero nach Cremona, wo sie am 30. eintrafen. In der Nachtfolgte das Centrum von Bozzolo und Gegend auf der altenStraße über Brida und S. Giacomv, und mit Tagesanbrücheam 30. der linke Flügel von Piadena auf der Straße von Pe-schiera. Am Abende des 30. kamen alle Truppen an den, fürsie bestimmten Orten an, aber sehr ermüdet.

Die österreichische Armee setzte ihren Marsch am 29. gleich-falls fort: das erste Corps ging bis Casalromano; das 2. bisCanetto; das 4., aus Mantua, bis Marcaria und Bozzolo; das 1.Reservecorps und daö Hauptquartier nach Acqnanegra. DieBrücke von Canetto war stehen geblieben und wurde noch in derNacht von den Truppen des 2. Corps besetzt. Cavalleriepatrouillenkamen bis Piadena.

Am 30. rückte Radetzky mit 2 Colonnen über den Oglio.Das 2. Corps und das 1. ReservecorpS gingen über die Brückevon Canetto. Das 2. über S. Lorenzo dei Picenardi, Torred'Angliolini, Pozzo, Baranzio, Jsoletto, Vighezzolo bis nach Cadi Marozzi; seine Vorhut bis S. Ambrogio in der Nähe vonCremona Das 1. Reservecorps ging über Piadena bis Cicognolo,wohin auch das Hauptquartier des Felbmarschalls verlegt wurde.Das 4. Corps ging von Marcaria und Bozzolo bis Solavolo.Das 1. CorpS ging über eine Schiffbrücke bei Jsola Dovarese,rückte weiter über Ca Ferrai, S. Antonio und Cigognola gegenGodesio, wo die Spitze um 9 Uhr auf den Feind stieß und sichein Arrieregardegesecht entspann. Die Brigade Savoyen befand sichhinter der Delmoua bei Sän Marin»; während das 10. öster-reichische Jägerbataillon, in eine Kette aufgelöst, zn beiven Seitender Straße sich der Brigade näherte, kam auf der Straße selbst einGeschwader Radetzkyhusaren heran geritten, warf sich dann plötzlichzur Seite und demaskirte 2 Kanonen, die ihr nachgefolgt waren,und nun auf 8—900 Schritte ihr Feuer eröffneten. Die Pie-

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