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provisorisch-militärische Regierung, unter dem Vorsitze des GeneralsGrafen Degenfeld, übernahm die Verwaltung des Landes. F.-M.-L.Melden wollte im Kirchenstaate einschreiten, und bereits Bolognabombardiren, als diplomatische Verhandlungen eintraten, welcheden weiteren Feldzng der Oesterreichs ebenfalls hier beendigten. AuchdaS Gebiet von Toscana wurde von den Oesterreichern nicht be-treten, nachdem der englische Gesandte des Großherzogs Znsiche-rungen eröffnet hatte, in seinem Lande Ordnung erhalten zuwollen.
Durch Radetzky's rasches Vordringen gegen Mailand warallen detaschirten Truppenteilen des piemontcsiscbcn linken Flügelsder Rückzug nach dem Tessin abgeschnitten. Der Waffenstillstandsicherte ihnen den freien Abzug durch die österreichische Armeehindurch nach Piemont. Jacob Dnrando, welcher sich mit3000 Mann nach Bergamo zurückgezogen hatte, und gegen welchenGeneral Fürst Carl Schwarzenberg heranrückte, säumte nicht, jeneBegünstigung zu benutzen. Andere lombardische Chefs aber,Garibaldi, Griffini, rc., bezeichneten den Waffenstillstand CarlAlberts als Verrath, und beschlossen, den Krieg auf eigene Faustfortzuführen. Im Unglücksfalle wollten sie sich in die neutraleSchweiz werfen. Garibaldi, welcher mit 4000 Mann über Luganonach dem piemontesischen Ufer des oberen Theiles des LagoMaggiore gezogen war, unternahm auch einen Einfall in dieLombardei, um in der Gebirgsgegend, zwischen den italienischenSeen, den Guerillakrieg zu führen. Während einiger Tage gelanges ihm, in Folge seiner genauen Kenntniß des Landes, sich da-selbst herumzutreiben, und sogar einige Vortheile über vereinzelteösterreichische Detaschements zu erhalten. Sobald aber F.-M.-L.d'Aspre mit ansehnlicheren Streitkräften gegen ihn ausgesendetwurde, so hatte dieser Guerillakrieg, zu dessen Führung es andererLeute und anderen Terrains bedarf, ein Ende. Bei Marazzone,unweit Varese, und andern Puncten geschlagen, mußte Garibaldi frohseyn, sich, von den Bataillonen Kinsky, Kaiser, rc. verfolgt, in dasgastliche Schweizergebiet retten zu können. Grisfini, welcher sichin Brescia versäumt hatte, zog, als F.-M.-L. d'Aspre sich gegenihn richtete, mit 2500 Mann und 20 Geschützen über Edolo undTirano, und warf sich, da ihm die Oesterreicher bei Sondrio denWeg versperrten, am 20. August durch das Thal Poschiavo indie rettende Schweiz. Auch dahin wurde d'Apice mit seinenFreiwilligen, von Tonale her, geworfen.
Der Feldzug von 1848 in Italien war beendigt, Venedigaber fort und fort eingeschlossen, bis es sich beuge vor seinemHerrn und Gebieter.
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