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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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dort finden wir den Frieden, um den wir kämpfen. Es lebe derKaiser, es lebe das Vaterland!

„Hauptquartier Mailand, den 12. März 1849."

Radetzky erließ auch unter demselben Datum ein „Manifest",welches folgenden Wortlaut trug: „In dem Augenblick, wo ichnoch einmal das Schwert zur Vertheidigung der Rechte desKaisers, meines Herrn, und zur Erhaltung der Integrität derMonarchie ziehen muß, bin ich eS meiner tapfern Armee und derHeiligkeit der Sache, die sie vertheidigt, schuldig, einen Blick aufdas Benehmen meines Gegners, sowie auf das meinige zu werfen.Die Macht einer gerechten Sache ist groß, ihr vertraue ich, undüberlasse unbesorgt der Mit- und Nachwelt die Entscheidung, auf'' welcher Seite das Recht ist, ob im Lager des Kaisers oder desSardenkönigs. Der Beginn des Krieges ist bekannt. Unter demSchutze mehrerer italienischen Regierungen hatte sich eine Verbin-dung gebildet, die als Zweck die Einheit Italiens vorschob, alsMittel hiezu den Sturz der österreichischen Regierung beabsichtigte;

^ denn ohne Vertreibung Oesterreichs aus den Ebenen der Lombar-dei war die Erreichung dieses Zieles unmöglich. Wer Italien,seine Geschichte, die Entstehung seiner Staaten und Verfassungen,seine Volksstämme und ihren Charakter kennt, der wird überzeugtseyn, daß selbst die Häupter der Bewegung, deren Spielzeug dieRegierungen waren, nicht an die Ausführbarkeit einer italienischenE Einheit glauben konnten, sondern daß es ihnen vorerst nur um! den Umsturz aller gesetzmäßig bestehenden Regierungen, besondersj der österreichischen, zu thun war, um dann später aus Blut und^ Trümmern etwa eine rothe Republik hervorgehen zu lassen. Demt König Carl Albert war die erste Rolle in dieser politischen Farce, zugedacht. Man zählte auf seine Armee, auf seine Kriegslustund die Hilfsmittel, die er in der beabsichtigten Bewegung gewäh-ren konnte. Der Besitz Oberitalkens war der Köder, mit demman ihn lockte. Während seine diplomatischen Noten die freund-lichsten Versicherungen eines guten Nachbars in den wärmstenAusdrücken erheuchelt.!!, überschritten die Colonnen seiner Armee! den Tessin und rückten feindlich in die Lombardei ein. Uneingcdenk! der Bande der Blutsverwandtschaft, die sein Haus mit dem Kaiser-hause verknüpfen, vergessend, wie oft das Haus Savoyen dieErhaltung seiner Staaten, er selbst aber seine Krone Oesterreichverdanke, die Heiligkeit aller Verträge mit Füßen tretend, der> Gesetze spottend, die alle Völker, seit sie aus der Barbarei her-! vorgegangen, ehren, fiel er mit seinem Heere in unser Land ein.

! wie ein Dieb, der die Abwesenheit deö EigenthümerS benützt, umseinen Raub mit Sicherheit auszuführen. Die durch die allgemein