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fischen Truppen, der Rückzug der Flotte aus dem adriatischenMeere erfolgt seyn würde. Endlich verließ die Flotte zwar dieGewässer Venedigs, doch nicht um, nach dem Artikel des Waffen-stillstandes, in die königlich sardinischen Staaten zurückzukehren,sondern um nach Ancona zu gehen, von wo sie fortfuhr, dasempörte Venedig zu unterstützen. Carl Albert betrachtete sich immernoch als den rechtmäßigen Herrn der Lombardei; er bildete ausflüchtigen Lombarden eine lombardische Regierungs-Consulta, dieDecrete erließ, als wäre sie die rechtmäßige Regierung des Landes.Die schändlichsten Lügenbulletins wurden im Hauptquartier desKönigs gedruckt und durch alle Mittel über die Lombardei ver-breitet, um das Volk in Täuschung und Aufregung zu erhalten.Ehrlose Wichte, Agenten empörter Provinzen deS Kaiserstaates,behandelte der König und seine Kammer», als wären sie Gesandteeiner befreundeten Macht. Diese Menschen verbreiteten die lügen-haftesten und aufreizendsten Aufforderungen zur Desertion untermeinen Truppen; Ueberläufer und Falschwerber spielten im Haupt-quartier des Königs eine Rolle. Hätte ich geahnt, daß diekönigliche Würde in der Person Carl Alberts -so weit Herabsinkenkönne, ich hätte ihr die Schmach einer Gefangenschaft in Mai-land nicht erspart; ich hatte aus Achtung vor einem Princip, dasich, den antimonarchischen Tendenzen der Zeit gegenüber, auch inmeinem Feinde schätzen zu müssen glaubte, nicht vergessen, daßzwischen Würde und Person noch eine große Kluft liegt. Diepolitischen Verhältnisse brachten es mit sich, daß der Waffenstill-stand sich länger hinauszog, als sich bei seinem Abschluß vor-aussehen ließ. Diese Zeit wurde von Piemont zu unterbrochenenKriegsrüstungen benutzt; es war ein Trug, eine Phrase undsonst nichts, als der König die Anbahnung des Friedens zumVorwand eines Waffenstillstandes nahm. Noch hatte er den Ver-lust der eisernen Krone nicht vergessen, die er schon in sichererHand zu halten glaubte, nicht den Gedanken zu ertragen gelernt,sich so schnell von der vermeinten Stufe des großen Feldherrnherabgestürzt zu sehen. Die Männer der Mäßigung und dererprobten vaterländischen Gesinnungen und dynastischen Anhäng-lichkeit wurden aus dem Cabinet entfernt; an ihre Stellen tratendie eraltirtesten Republikaner, unpraktische Phantasten und intri-guirende Mailänder, die den beklagenswerthesten König zu denäußersten und verderblichsten Schritten trieben, der nun in Herrsch-sucht und Verblendung das Wohl seiner alten angestammten Pro-vinzen, die Existenz seiner Dynastie auf das Spiel setzt. DasHaus Savoyen hat öfter durch eine Ueberläuferpolitik Augenblickeschwerer Kämpfe benutzt, in welche sich Oesterreich verwickelt fand,
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