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Artikel II. Die betreffenden Behörden werden einem Jeden denOrt angebe», von wo er abzugehen habe, um den Waffendienstzu leisten gemäß den Jnstructionen, welche die königliche Regie-rung verbreiten wird. Artikel III. Jeder, der innerhalb fünfTagen nach der Veröffentlichung dieses Dccrets sich zum Eintra-gen in die Listen nicht meldet, oder in dem gemäß Artikel II. ihmbezeichneten Ort nicht einstellt, wird angesehen als Deserteur, undals solcher mit den Strafen belegt, womit die in Kraft stehendenGesetze in den Provinzen, auf die dieses Statut Anwendung lei-det, den Deserteur bedrohen. Artikel I V. Kein anderer Grund vonBefreiung wird angenommen, als körperliches, den Waffendiensthinderndes Gebrechen. Alle, die sich unter dieser Ausnahme glau-ben, müssen den Besreiungsgrund innerhalb der gedachten fünftä-gigen Frist bei den dafür geeignet errichtenden Commissionen vor-bringen, wofern sie im NebertretungSfall als Deserteur gelten unddie im vorigen Artikel angedrohten Strafen auf sie Anwendungleiden. Artikel V. Die eben genannten Commissionen entscheidenals letzte Instanz über die vorgebrachten Ausflüchte. Artikel VI.Ueber die militärische Organisation dieser Truppen werden vomMinisterium des Kriegs und der Marine besondere Vorschriftenund Anleitungen erlassen werden. Turin, den 17. März 1849.(Unterzeichnet) Eugen von Savoyen. — Ratazzi.
Einfach und sicher waren die Grundzüge des österreichischenOperationsplanes. Mailand und alle Städte der Lombardei, wiedie Landschaft, sollten unbesetzt bleiben. Nur in den Erstellenvon Mailand, Brescia, Bergamo, Moden«, rc., in den Festungenam Mincio und an der Etsch, rc. sollten gehörige Besatzungen bleiben,die wichtigeren Punkte zu sichern, die Städte im Zaum zu halten, rc.Der Bestimmung des zweiten Reservecorps haben wir bereits gedacht.Die fünf übrigen Corps sollten am 19. März um Pavia vereinigt seyn.So hatte der F.-M. Radetzky seine Armee ganz in der Hand, um einemAngriffe der Piemontesen zu begegnen, falls sie, wie Bonaparte imJahre 1796, mit ihrer Hauptmacht den Po überschritten und dieVerbindung mit Mantua bedrohten. Hinwider sah er sich imStande, wenn Chrzanowsky bei Novara verweilte, ihm in derOffensive zuvorzukommen, und den großen Schlag auszuführen,welcher den Feldzug rasch entscheiden sollte.
Noch ehe der Feldmarschall Mailand verließ, stand, nachden Vorlagen seines GencralquartiermeisterS, der Gang des be-vorstehenden Feldzuges in klarem Bilde vor seinen Blicken. BeiPavia sollte die Armee concentrirt seyn, da der Tessin überschrit-ten, der feindliche linke Flügel von den Armeetheilen des rechtenPoufers abgetrennt, und „wahrscheinlich bei Novara" (so äußerte