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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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537
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S37

Scharfschützen und 2 Geschützen besetzt. Um 1 Uhr Nachmittags, griffen die Oesterreicher den Ort an; 3 Geschütze beschossen den' Feind, die Plänkler drangen vor, die Stnrmcolonnen folgten,und die Piemontesen steckten das Dorf in Brand und zogen ab.Etwa 50 Mann der Letzteren wurden gefangen. Die Oesterreicher^ löschten daö Feuer im Orte und dessen erstaunte Bewohner brach-ten ihnen Lebensmittel. Nach kurzer Rast wurde der Marsch^ gegen Gambolo fortgesetzt. Bei Gambolo war das 1. Regimentder Brigade Savoyen nebst einer Batterie aufgestellt. Kaumhatte General Strassoldo seine Angriffscolonnen geordnet, sostürzte Alles, unter dem Schalle der Trommeln und Hörner, aufden Ort los, welchen der Feind mit Berlnst von 200 Mann anGefangenen sogleich verließ. Hier trennte sich nun die österreichischeColonne; O.-L. Schanz bewegte sich, seiner Bestimmung gemäß,gen Vigevano, G.-M. Strassoldo gedachte seinen Marsch gegenMortara fortzusetzen.

^ Zwischen Gambolo und Vigevano ist bei La Ssorzcsea einegute Stellung. Hier stand der General Bes mit 8 Bataillonender Brigade Casale, 4 Bataillonen der Brigade Acqui, dem zwei-ten Regimente der Brigade Savoyen, dem 23. Regimente (zu 3.Bataillons, aus Piemontesen, Parmesanern und Modenesen ge-mischt), 1 Compagnie Scharfschützen, 6 Escadrons Rvyal Pie-mont und 16 Geschützen anfmarschirt. Wie nun O.-L. Schanzmit seiner Colonne sich näherte, empfand er bald des FeindesUebermacht, seine Infanterie wurde von der feindlichen, bei wel-cher sich das 17. und 23. Regiment durch Entschlossenheit hervor-thaten, zurückgeschlagen und nur einige kühne Angriffe, die er ander Spitze seiner 2 braven Schwadronen Radetzky-Husaren aufdem mit Royal-Piemont nachdrängenden Feind ausführte, rettetendas bedrohte Geschütz. Zum Glücke traf F-M.-L. Wohlgemuthmit 1 Bataillon Kaiserjäger, 2 Bataillonen Ognliner und 1 Zwölf-pfünderbatterie ein. Einen Angriff der piemontesischen Reiterschlugen die Jäger im Klumpen formirt zurück, dann gingen sieim Verein mit den Croaten ihrerseits zum Angriff über. ObschonG.-M. Strassoldo sich gegenüber überlegene feindliche Streitkräftesah, hatte er doch nicht gezaudert, als er Schanzs Gefahr sah,2 Bataillone Hohenlohe mit Geschütz gen Sforzesca zu entsenden.Da sich nun diese entsendete Verstärkung in der rechten Flankedes Generals Bes zeigte, so gelang es dem F.-M.-L. Wohlge-muth, ihn endlich aus Sforzesca zu vertreiben.

Der G.-M. Strassoldo hatte, nach weiteren Entsendungen,nur noch das 10. Jägerbataillon, 2 Compagnien Hohenlohe, 2Escadrons Radetzky und 2 Geschütze zur Verfügung, als er eine