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Brigade Coni, 6 Bataillons der Brigade Aosta, 6 Bataillonsder Brigade Königin, 1 Bataillon Lombarden, mehreren Com-pagnien Scharfschützen und Sapenrs, aus 6 Escadrons desRegiments Nizza, 4 Escadrons Novara, 6 Escadrons Savoyenund 48 Geschützen. — Um halb 5 Uhr Nachmittags kamen dieVorposten von Nizza-Cavallerie mit der Meldung gegen Mortarazurückgejagt, der Feind nähere sich von Garlasco her. Es wardas zweite Corps, voran die Division deS Erzherzogs Albrecht,als Avantgarde, welche, von einem Kanonenschuß begrüßt, ihrerSeits den Gegner entdeckte.
Sogleich ordnete der F.-Z.-M. d'Aspre den Angriff an;der Erzherzog Albrecht bildete aus seinen Brigaden Kollowratund Stadion (9. und 11. Jägerbataillon und 8 Bataillons derJnfauterkeregimenter Kaiser, Paumgarten, Giulay und FranzCarl) sogleich die Sturmcolonnen, die im Bogen sich der feind-lichen Stellung und Mortara näherten. Zugleich donnerten 30Geschütze auf die Pkcmontesen. Als Reserve folgte die DivisionSchaaffgotsche der Division Erzherzog Albrecht. Anfangs ginges wegen der zahlreichen Kanäle und Gräben, welche den Bodendurchschneiden, mit der Vorrückung langsam; aber um so schnellerging es dann, als man dem Feinde in das Weiße des Augesschaute. Die Brigade Kollowrat warf sich auf das Kloster S.Albino und die dasselbe umgebenden Casinen. Das 2. Bataillondes 9. piemontesischen Regiments Königin geriet!) bald in Unord-nung; das 1. Bataillon verließ das Kloster, nahm es zwar imSturme wieder, verlor es aber zum zweiten Male. Das Klosterund die nahen Casinen waren von den Jägern dir. 9 und Kaiser-Infanterie, unter Anführung des Generals Kollowrat, genommenworden, als zwei Bataillone Coni aus der zweiten Linie vor-gezogen wurden; allein sie vermochten auch nichts. Die zuneh-mende Finsterniß machte und vergrößerte die Verwirrung unterden Piemontcsen. Als der piemontesische General Alexander dellaMarmora aufs Neue ein Bataillon Königin vorführte, feuertenihm die Bataillons Coni in der Dunkelheit in Rücken, und ebenso empfingen die Scharfschützen das Feuer der zweiten Sapeur-compagnie. So gut manche piemontesische Abtheilungen sichhinter Verschanzungen, Häusern und dergleichen zu vertheidigenwußten, so wenig vermochten sie es, einen Sturm oder einenBajonettangriff abzuschlagen. Der Anblick der glänzenden, Ver-derben drohenden Bajonettspitzen, das kräftige „Hurrah" derOesterreicher, der sichere, todtverachtende Schritt, mit welchem sichdie Sturmcolonnen unter Kollowrat und Stadion, den begeistern-den Erzherzog Albrecht voran, heranwälzten, dieses Alles impo-