m'rte auch hier den Piemontesen so, daß sie bei Zeiten an denRückzug dachten. Die Oesterreich» setzten sich in Besitz desAusgangeö der Stadt gegen Vercelli und anderer Eingänge indie Stadt, als Oberst Benedeck, der zu Ansang des GefechtesMortara mit einem Bataillon seines Regiments (Giulay) umgan-gen hatte, in eine der Hauptstraßen der Stadt eindrang, nachdemer einige Hausen des Feindes zurückgeworfen hatte. Die Stadtstack voll Truppen. Plötzlich warf sich ihm ein piemontesischeöBataillon entgegen; kaum begann er gegen dasselbe zu operireu,als in seinem Rücken zwei andere feindliche Bataillone erschienen.Der tapfere Oberst sah sich gezwungen, von eroberten Muuitions-wagen nnd zusammengestochenen Geschützpferden in aller Schnellig-keit eine Barricade zu errichten. Darauf hielt er mit einemkleinen Theil seines Bataillons das erste feindliche Bataillon inSchach, warf mit dem Rest seiner Truppen die beiden andernzurück, und nahm das erste Bataillon, das sich nun zwischen derBarricade und dem nachgerückten zweiten Bataillon des RegimentsGiulay befand, vollständig gefangen. Auch Paumgarten-,Kaiser-, w.Infanterie drang siegreich in Mortara ein, der Sieg war erfoch-ten, und die Divisionen Durando und Savoyen traten ihrenRückzug an. Der größere Theil der Truppen retirirte unmittel-bar gegen Novara, ein Theil der Division des Herzogs vonSavoyen dagegen mußte über die Agogna zurückgehen und aufdem Umwege über Robbio, welches um Mitternacht erreichtwurde, die Verbindung mit dem übrigen Heere suchen.
Der Sieg bei Mortara macht namentlich dem ErzherzogAlbrecht alle Ehre. Er zeigte sich des Siegers von Aspern,seines großen Vaters, würdig. Die Sieger eroberten 5 StückAchtpfünder, worunter zwei Schrapnells, und machten 1700Gefangene mit den Obersten Delfino und Abrate und 57 anderenOfficieren. Zu der Kriegsbeute, welche die Oesterreich» in Mor-tara machten, gehörte auch eine Anzahl von Kisten, welche Tau-sende von neuen vortrefflichen Gewehren enthielten. Die Hebungdieses Schatzes verdankte man einem Gendarmerieofficier. DieOesterreich» verloren bei Mortara, Gambolo und Sforzesca 2Officiere, 61 Soldaten todt, 20 Officiere, 236 Soldaten ver-wundet. Ohne Zweifel wird der piemoutesische Verlust an Todtenund Verwundeten nicht geringer gewesen seyn. Unter den pie-montesischen Verwundeten befanden sich der Generalmajor Bussettiund der Oberst des 17. Infanterieregiments.
Am Abende des 21. März lagerte das k. k 2. Corps beiMortara: das 3. bei Trumello; das 1. bei Gambolo; das 4.bei S. Giorgio; das Reservecorps bei Gropello. F.-M.-L. Thurn