Mann, bei Olengo 50,000 Mann so beschäftigte und in Schachhielt, daß dieselben, trotz dem furchtbaren Feuer ihrer schwerenArtillerie, keinen Schritt breit Boden gewinnen konnten.
Nun dachte Radetzky an die Rückkehr nach Mailand. Impiemontesischen Gebiet blieb bis zur vollständigen friedlichen Aus-gleichung F.-M.-L. Thurn mit seinen Truppen zurück. Die an-dern Corps aber zogen auseinander und marschirten nach demWillen des Feldherrn hier- und dorthin, theils in ihre alten Can-tonnirungen, theils gegen Mittelitalien, theils aber auch nacheinzelnen Städten der Lombardei, wo eine Rotte wahnsinnigerMenschen einen neuen Aufruhr angezettelt hatte, sich selbst, jedochleider noch mehr Andern zum Verderben. Am beveutcudsten aberwar die Auflehnung in Brescka, deren Bewohner sich schon imvorigen Aufstande durch Trotz und durch treuloses und grausamesBenehmen gegen gefangene österreichische Officicre und derenWeiber und Kinder vor allen insurgirten Städten hervorgethanhatten. Am 23. März erhob sich Brescia, mit ihm die Umge-gend in Hellem Ausstand, der Postwagen von Mailand wurdeausgeraubt, das Gepäck des Regiments Erzherzog Albrecht weg-genommen, vereinzelte Militärs gefangen gemacht, einige Ange-stellte oder Anhänger der Regierung eingesperrt, schrecklich mißhan-delt und zum Theil ermordet. In der Stadt befand sich einHanptspital mit 4000 kranken Soldaten (Nr. 2). Im Castell,welches sofort sein Geschütz gegen die Stadt spielen ließ, lag eineschwache österreichische Besatzung. An diese wurde ein Geistlicherals Parlamentär abgeordnet, mit dem Bedeuten, daß für jedenSchuß auf die Stadt ein Soldat im Hospitale umgebracht wer-den sollte. Der Commandant des Castells stellte daher dasFeuer einstweilen ein; im Spital aber, dessen Zugänge versperrtwaren, stand jeder Kranker, der sich nur einigermaßen aufrechthalten konnte, zur äußersten Vertheidigung bereit.
Sowie F.-M.-L. Haynau, der sein Hauptquartier in Paduahatte, von diesem Aufstande vernahm, dirigirte er sogleich Trup-pen aus Verona und Mantua gegen Brescia. GeneralmajorGraf Nugent vertrieb am 27. die Insurgenten aus der, eineStunde von der Stadt entfernten Ortschaft Santa Euphemia,und machte am folgenden Tage den Versuch, sie aus Bresciamittelst eines Scheinangriffes heraus zu locken. Dieser Zweckwurde nicht erreicht. ES kam nur zu einem unbedeutenden Ge-fechte, wobei indessen das neuformirte dritte Bataillon des Regi-ments Ceccopieri (Italiener) die Gelegenheit ergriff, durch treuesVerhalten im Gefechte sein vorjähriges Benehmen wieder gut zumachen. Inzwischen traf F.-M.-L. Haynau ein, vernahm/daß