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gerührten Herzens und höchster Bewunderung begrüßt diese Nationheute den lorbeergeschmücktcn Sieger und den Schöpfer einesFriedens, welcher auch ihr an der fernen Ostgränze der Monar-chie die gesetzliche Freiheit sichern wird. Ein einiges und mäch-tiges Oesterreich! das ist ihr Wahlsprnch, ihr Stolz, ihr Trost,ihre Zuversicht gewesen; sie verehrt, sie segnet den Mann, dessensiegreicher Arm die Säulen des großen Vaterhauses geschirmthat, in welchem sie wohnen und der Wohlthaten einer freienVerfassung genießen soll. . .. Gott segne Euer Ercellenz, undlasse den Mann, auf welchen Europa bewundernd blickt, nochlange Jahre Zeuge des Jubels seyn, mit welchem der NameRadetzky von Millionen genannt wird, n. s. w."
Radetzky beantwortete mit dankerfülltem Herzen diese Zu-schriften. Unter anderen lautete seine Antwort auf die Adresseder preußischen Garden, und die er an den Prinzen von Preußengerichtet, also: „Durchlauchtigster Prinz, gnädigster Herr! Dem intiefster Ehrfurcht Unterzeichneten ist eine Adresse zugekommen,welche das Officiercorps der königlichen Garde an mich und dasHeer unter meinen Befehlen richtete, und worin dieses ausgezeich-nete Corps mir seine wassenbrüderliche Theilnahme an den Erfol-gen ausdrückt, die Gott, dessen Schutz noch nie von der gerechtenSache gewichen, unsern Waffen verliehen hat. An der Spitzeder Adresse glänzt vor Allen der gefeierte Name Eurer königlichenHoheit, sowie jener des Prinzen Friedrich. Erlauben demnachHöchstdieselben, daß ich den edlen Prinzen, der so lange undruhmvoll an der Spitze des ritterlichen Gardecorps steht, zumOrgane meines dankerfüllten Herzens wählen dürfe, um die Ge-fühle auszudrücken, womit dieser Beweis waffenbrüderlicher Theil-nahme mich und meine Truppen durchdrungen hat. Zwar immerkleiner schmilzt die Schaar zusammen, die einst auf blutgetränktenSchlachtfeldern Deutschlands Freiheit wieder begründete, aber dieTradition hat das Andenken an diese große Zeit frisch und leben-dig unter uns erhalten Sie ist der Boden, auf dem der gegen-wärtige Geist der deutschen Heere wurzelt und aus dem er seineNahrung zog. Nimmer soll der Bund zerreißen, den wir dortgeschlossen, wenn auch keiner mehr übrig seyn wird von denMännern, die ihn mitgekämpft, den Kampf für DeutschlandsFreiheit. Ja, noch einmal hat daS preußische und österreichischeHeer Deutschland vom Untergänge gerettet, als sie mit treuerBrust die Throne ihrer Herrscher deckten, an deren Stufen schoneine wilde Demagogie zerstörend pochte. Könnte je Bruderzwistdiese Heere noch einmal spalten, dann ist es auf immer umDeutschlands Größe und Einheit geschehen, denn nicht nist Theorien,