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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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Verstümmelung nicht zugeben werde, dasselbe Oesterreich, das einelange Reihe van Kaisern dem deutschen Throne gegeben. FragenSie doch die gelehrten Herren in Frankfurt, ob sie in Deutsch-land eine Quadratmeile finden werden, auf der nicht OesterreichsHeere ihr Blut für Deutschlands Ehre und Rettung verspritzten?Ne>n, diese Macht drängt man nicht so leicht aus der Reihe

> deutscher Staaten. Noch lebt, Gott sey Dank! deutscher Sinnund deutsche Treue in dem Herzen deutscher Krieger, noch zähltDeutschland edle Fürsten genug, die eher sich unter den Trüm-mern ihrer Hauptstädte begraben, als dulden werden, daß Deutsch-lands Geschicke so unwürdig behandelt und zu Grabe getragenwerden. — Sie werden meine Sprache stark finden; mag seyn,aber ich versichere Sie, auch meine Gefühle sind stark, wenn ichauf das blicke, was jetzt in Deutschland vorgeht, und das alleinseine Quelle in Frankfurt hat. WaS ist aus dem deutschen Na-

! tionalparlament geworden? was aus den Hoffnungen, die manan diese nun verstümmelte und ungesetzmaßigc Versammlungknüpfte? — Wie konnte es auch anders werden, wenn man ge-stattete, daß die Mitglieder dieser Versammlung in Deutschlandherumzogen, um hinter Barricaven die Anarchie zu organischen,t als man seine eigenen Collegen in den Straßen Frankfurts schänd-! lich ermorden ließ. — Meine Herren Abgeordneten Oesterreichs!? ich wünsche Ihnen Glück, daß Sie eine Versammlung verließen,' in der kein Oesterreicher mehr sitzen kann, ohne seine Pflichten

> als Deutscher und Österreicher zu verletzen. Hauptquartier Mai-' land, 18. Mai 1849."

Der würdige Schluß des glorreichen Feldzugs, für welchen^ Nadetzky so viele Anerkennung und Ehren eingeerntet hatte, war! der Dank des Kaisers an seine brave Armee, und die Verthei-^ lung der Ehrenzeichen an diejenigen, welche sich ausgezeichnethatten. — Der Armeebefehl Radetzky's lautete: „Seine Majestätder Kaiser und König haben mir mit allergnävigstem Handschrei-j ben vom 3. d. M. die allerhöchste Zufriedenheit über die Siegef ausgesprochen, die wir unter dem Schutze des Allmächtigen jüngsti erfochten haben. „„Sagen Sie meiner tapfern Armee (das sinddie Worte des Kaisers), daß sie sich in meinem Herzen ein un-. vergängliches Denkmal der Liebe und Dankbarkeit errichtet hat.""

Seine Majestät fügen die für mich so höchst schmeichelhaftenz Worte bei: „„aus dem Munde ihres würdigen Feldherrn wirdi sie diesen Ausspruch am liebsten vernehmen."" Soldaten! mitr Stolz erfülle ich diesen allerhöchsten Befehl; denn Eurer Treue,s Eurer Tapferkeit verdanke ich die Zufriedenheit meines Kaisers.« Laßt uns hoffen, daß der entflohene Friede, und mit ihm Ruhe